Grüne widersprechen Klöckners Forderung nach Zentralabitur

Zentralabitur fördert Auswendig-Pauken

Mainz, 06.03.12 Die CDU-Vorsitzende Julia Klöckner forderte in einer Presseerklärung, wie schon im Landtagswahlkampf, ein „Zentralabitur“ zum besseren Vergleich der schulischen Leistung. Abgesehen davon, dass Bestnoten nur für den Numerus Clausus der Universitäten, nicht aber für Unternehmen wichtig sind, lässt die Forderung nach einem Zentralabitur die Kulturhohheit der Länder außer acht. Empfehlenswert wäre, wenn die Länder sich entschlössen, im Abiturzeugnis auch „soziale Kompetenz“ und „Teamfähigkeit“ zu bewerten.

Zum Zentralabitur äußerte sich heute Ruth Ratter, Bildungspolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag:

„Vergleichbarkeit bedeutet nicht, alle über denselben Kamm zu scheren. Vermeintliche Vorteile wie bessere Transparenz und Vergleichbarkeit bleiben – das wissen wir nach PISA – an der Oberfläche des Pädagogischen und haben schwerwiegende Nachteile im Gepäck.

Durch ein Zentralabi würde der Lernerfolg nicht verbessert und die Bildungsqualität nicht gesteigert. Statt Verfahren zu erlernen, wie sie sich Wissen aneignen können, würden SchülerInnen stures Auswendig-Pauken betreiben. Unterricht muss individueller – nicht pauschaler werden!

Was Frau Klöckner dagegen will, ist billiges „Schema F“, das Vergleichbarkeit vorgaugelt, diese aber trotz hohen Verwaltung-Aufwandes nicht erreicht. Einmal mehr sehen wir: Das Leben ist vielfältiger, als es die CDU-Bildungspolitik zulassen möchte. Zu einer gerechten Bildungspolitik und besseren Schule kommen wir mit diesen Vorschlag nicht.“

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