SPD-Fraktion zum Internationalen Frauentag

Internationaler Frauentag 08.03.12

Elsner: Wir wollen gleichen Lohn für Frauen und Männer

Mainz, 08.03.12 Zum Internationalen Frauentag am 8. März erklärt Petra Elsner, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion:

„101 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag ist es immer noch ein weiter Weg hin zu einer tatsächlichen Gleichstellung. Die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit ist immer noch nicht erfüllt: Obwohl die formale Diskriminierung von Frauen größtenteils überwunden ist, kann von gleichen Verdienst- und Aufstiegschancen immer noch keine Rede sein. Das wird ganz besonders daran deutlich, dass Frauen weitaus mehr von Altersarmut betroffen oder bedroht sind als Männer.

Wir in der SPD werden weiterhin gemeinsam mit Gewerkschaften, Kirchen und Frauenorganisationen für eine wirkliche Gleichstellung in allen Lebensbereichen kämpfen. Wir sind der Überzeugung, dass neben vielen Schritten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch verbindliche Regelungen notwendig sind. Deshalb streiten wir zum Beispiel für eine verbindliche Quote bei Führungspositionen und für einen Mindestlohn, der insbesondere Frauen vor Altersarmut schützt. Das von der Bundesregierung angekündigte Betreuungsgeld lehnen wir ab, weil es falsche Anreize setzt und die Erwerbsbeteiligung von Frauen gefährdet.“

Einen Tag vor dem Internationalen Frauentag hat die SPD-Landtagsfraktion ein Fachgespräch zum Thema „Heute Teilzeitjob – im Alter arm?“ organisiert. SPD-Fraktionschef Hendrik Hering und der Gleichstellungs-Arbeitskreis der Fraktion haben Vertreterinnen und Vertreter von Frauenorganisationen und Gewerkschaften eingeladen, um sich intensiv mit den Ursachen der Altersarmut zu befassen. Im Kontext des Internationalen Frauentages engagieren sich zahlreiche Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf vielen Veranstaltungen im ganzen Land.

Im Jahre 1910 wurde auf der „Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz“ in Kopenhagen der Internationale Frauentag beschlossen und fand 1911 erstmals statt; Maßgeblich beteiligt war die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin. Damals standen Forderungen zum Frauenwahlrecht im Mittelpunkt. Heute bietet der Internationale Frauentag einen Anlass, das Erreichte zu würdigen – aber auch, die aktuellen Herausforderungen klar zu benennen.

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