Mobile Bezahlsysteme

Weltverbrauchertag

Hartloff: Mobile Payment weiter im Kommen -Transparenz erforderlich

Mainz, 15.03.12 Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff wies heute in Mainz anlässlich des Weltverbrauchertages darauf hin, dass im Bereich Finanzen das Thema „Mobile Payment“ immer bedeutender wird.

„Auch im Bereich Finanzen stellt uns die technologische Entwicklung vor immer neue Herausforderungen und schafft neue Querschnittsfelder. So ist davon auszugehen, dass uns das Thema Mobile Payment in Zukunft verstärkt beschäftigen wird“, erklärte der Minister. Mit „Mobile Payment“ können Verbraucher und Verbraucherinnen per Handy bezahlen. Weltweit arbeiten Handyhersteller, Netzbetreiber und Finanzdienstleister an der Weiterentwicklung entsprechender Bezahlsysteme. So gab Google im September 2011 den Startschuss für den Dienst „Google-Wallet“, bei dem Nutzer lediglich eine PIN eingeben und ihr Handy an ein Lesegerät halten müssen, um zu bezahlen.

Möglich wird die Datenübertragung, die auch kontaktlos erfolgen kann, durch die sogenannte Nah-Funk-Technologie (Near-Filed-Communication/ NFC). Die Zahlungsabwicklung kann u.a. über eine spezielle Google Pre-Paid-Card erfolgen, über welche die Abrechnung per Kreditkarte möglich wird. Derzeit steht Google-Wallet nur in den USA begrenzt für einen kleineren Nutzerkreis zur Verfügung.

„Durch Mobile Payment können kleinste Zahlungen auf den einzelnen Verbraucher zurückverfolgt werden. Daher kann die Gefahr der Profilbildung bestehen. Bereits Ort und Zeit eines Einkaufs können auf Nutzergewohnheiten schließen lassen. Chancen, Nutzen und Risiken liegen für die Verbraucherinnen und Verbraucher meist sehr eng beieinander und dies zumeist ohne dass die Kundin oder der Kunde das wirklich abschätzen kann“, so der Minister.

Für Unternehmen seien solche Daten insbesondere interessant, um Werbung möglichst passgenau auf den Verbraucher zuzuschneiden. Wenn zum Beispiel bekannt sei, dass ein Verbraucher gerade durch ein Einkaufszentrum geht, könnten Angebote zeitnah aufs Handy geschickt werden. Hartloff wies darauf hin, dass vor allem Transparenz erforderlich sei, um Verbraucherinnen und Verbraucher von Beginn an umfassend, auch über mögliche Risiken, zu informieren. „Denn es wird auch von der Sicherheit und dem Schutz der persönlichen Daten abhängen, ob die Kunden das neue Angebot annehmen. Daher ist es dringend erforderlich auch beim Mobile Payment die Verantwortlichkeiten für die Zahlmethoden festzulegen. Gerade im Hinblick auf die Vielzahl von Beteiligten kann die Durchsetzbarkeit von Ansprüchen gegebenenfalls problematisch sein. Diese Fragen müssen dringend geklärt werden“, bekräftigte der Minister.

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