Gegen Stopp der SWR-Regionalprogramme

Haller/Geis: Regionalität des SWR-Programms darf nicht in Frage gestellt werden

Mainz, 16.03.12 „Die regionale Berichterstattung in den Programmen des SWR muss erhalten und ausgebaut werden“, so Martin Haller, medienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und Manfred Geis, kulturpolitischer Sprecher. „Jegliche Überlegungen, etwa die bestehenden Frühsendungen aus den Regionalstudios zusammenzulegen, widersprechen dem Grundansatz des SWR: Regionalität und Aktualität müssen großgeschrieben werden.“ Haller und Geis beziehen sich damit auf Äußerungen des SWR-Intendanten Boudgoust, diese Sendungen durch ein zentral in Stuttgart produziertes Morgenprogramm zu ersetzen: „Statt dessen sollte die SWR-Leitung gemeinsam mit den Rundfunk-Gremien und der Medienpolitik daran arbeiten, mehr regionale Aspekte in das Mantelprogramm zu bekommen und die Nachrichten aus den Regionalstudios in alle Medienkanäle der Senderfamilie einfließen zu lassen.“

Auch aus kulturpolitischen Gründen lehnen die beiden SPD-Politiker die angedachten Einschnitte ab: „Eine solche Zentralisierung würde bedeuten, dass regionale Kulturereignisse in der Berichterstattung quasi nicht mehr vorkommen. Eine Ausnahme bilden vielleicht kommerzielle Großveranstaltungen oder Leuchtturmprojekte – aber das, was die Kulturschaffenden vor Ort tatsächlich leisten, droht hinten runterzufallen.“ Deshalb unterstützen Haller und Geis den Widerstand der Regionalgruppe Rhein-Neckar der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., die sich vehement für einen Erhalt der Regionalfenster einsetzt.

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