ASF solidarisch mit Schlecker-Frauen

ASF-Landeskonferenz

Beck/Allroggen-Bedel: Uneingeschränkte Solidarität mit Schlecker-Beschäftigten

Dr. Agnes Allroggen-Bedel erneut zur Landesvorsitzenden gewählt

Ingelheim, 17.03.12 Auf der heutigen Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in der SPD in Ingelheim zeigten sich der SPD-Landesvorsitzende Kurt Beck, Ministerpräsident, und die Vorsitzende der ASF, Dr. Agnes Allroggen-Bedel, besorgt über die aktuelle Situation der Schlecker-Beschäftigten.

„Wir stehen solidarisch an der Seite der betroffenen Frauen und der Schlecker-Betriebsrätinnen und Betriebsräte. Das Ziel, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen, wie auch beispielsweise in der Vergangenheit bei Opel, hat meine volle Unterstützung. Das Verhalten des Bundes ist skandalös: Während in der Wirtschafts- und Finanzkrise schnell zahlreiche Mittel zur Rettung von Banken und Unternehmen zur Verfügung standen, dauert es Wochen, bis sich der Bund für die Schlecker-Frauen bewegt“, sagte Beck. Der Landesvorsitzende begrüßte, dass Bund und Länder sich nun auf eine Transfergesellschaft geeinigt haben. Entlassene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dort qualifiziert und weiter vermittelt werden.

In Rheinland-Pfalz gibt es rund 240 Schlecker-Filialen mit rund 1.000 überwiegend weiblichen Beschäftigten. Wie viele Filialen in Rheinland-Pfalz von Schließungen betroffen sind, ist zurzeit noch unklar.

„Es geht um die Belange tausender Frauen. Zu lange hat der Bundeswirtschaftsminister in seiner starren Haltung verharrt und die CDU eisig geschwiegen. Dies offenbart eine erschreckende Teilnahmslosigkeit der Bundesregierung am Schicksal der überwiegend weiblichen Beschäftigten“, kritisierte Allroggen-Bedel das lange Zögern der Bundesregierung. In einer auf der heutigen Landeskonferenz verabschiedeten Resolution erklärt sich die ASF uneingeschränkt solidarisch mit den Schlecker-Beschäftigten.

Kurt Beck gratulierte Dr. Agnes Allroggen-Bedel zu ihrem sehr guten Ergebnis bei der Wiederwahl als ASF-Landesvorsitzende. Von 44 Delegierten erhielt sie 41 Ja-Stimmen, drei Delegierte enthielten sich der Abstimmung.

In seiner Rede thematisierte der SPD-Landesvorsitzende die beachtlichen Lohn- und Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen, die auch weitreichende Folgen für die Alterssicherung haben: „Im Bundesdurchschnitt verdienen Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer. Es besteht die reale Gefahr, dass die Altersarmut gerade bei Frauen weiter zunehmen wird“, so Beck. Deshalb setze sich die SPD ausdrücklich für die Beseitigung von Entgeltdiskriminierung ein. In diesem Zusammenhang begrüßte Beck ausdrücklich den vom ASF-Landesvorstand eingebrachten Leitantrag „Frauen-Arbeit-Zukunft“. „Die gute Qualifikation von Frauen spiegelt sich nicht in einer qualifizierten Berufstätigkeit wider. Frauen sind mit einem Anteil von rund 70 Prozent überproportional im Niedriglohnsektor vertreten. Das ist absurd, wenn man sich verdeutlicht, dass wir vor einem massiven Fachkräftemangel in Deutschland stehen. Wir brauchen mehr qualifizierte Frauen und wir müssen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass sie – ob mit Kindern oder ohne – entsprechend ihrer Qualifikation arbeiten können und auch selbstverständlich so bezahlt werden“, forderte Beck.

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