Ausstellung Kunst direkt

Kultur:

„Kunst direkt“ begeisterte BesucherInnen – Kritik von KünstlerInnen

Mainz, 19.03.12. Die Ausstellung „Kunst direkt“, die an diesen Wochenende in Mainz stattfand, fand begeisterte BesucherInnen. Von den LeserInnen der „www.landeszeitung-rlp.de“ erfuhren wir, dass die Künstler beeindruckende Exponate präsentierten. Eine Künstlerin macht mit ihren Bespannungen in verschiedenen Mustern aus schwarzen Strumpfhosen Furore. Moderne, doch gegenständliche Malerei fand Anklang, ebenso wie die Holzplastiken. Papierkunst kam ebenso an wie der Bereich der jungen Kunst, in dem eine Videoarbeit Aufsehen erregte. Die Arbeit erforderte Konzentration. Verschiedene Flaschen in langsam wanderndem Licht waren in immer neuer Weise zu sehen.

Eine Diskussionsrunde am Samstag brachte Klagen von Künstlern, die sich in der „Provinz“ Rheinland-Pfalz nicht wohlfühlen und sich in den Hot Spot Berlin sehnen. Bitter geklagt wurde auch, dass das Land zu wenig für die KünstlerInnen tue und die Nutzung des Landesmuseums Mainz für Ausstellungen nicht mehr existiere.

Ein Künstler aus Osthofen, der zwischenzeitlich u.a. in Berlin lebte und wieder zurückkehrte, erklärte allerdings, dass ihm die beschauliche Ruhe auf dem Lande ermögliche, seine Kunst zu schaffen.

Dem Berufsverband Bildender Künstler Rheinland-Pfalz fehlen offenbar Persönlichkeiten, die Künstler beraten können, wie sie verkaufen können und ihnen Kontakte zu Galerien verschaffen. Da bleibt dann nur die Ausstellung „Kunst direkt“. Der Termin war allerdings ungünstig. Mit der Rheinland-Pfalz-Ausstellung, die an diesem Wochenende in Mainz eröffnete, gab es starke Konkurrenz. Die Bewerbung der Ausstellung hätte ebenfalls intensiver sein können und der Kaffee im Ausstellungscafé besser.

Eine positive Bewertung gab das Kulturministerium ab:

„Die Künstlermesse ,Kunst direkt‘ hat zu ihrem zehnten Jubiläum unter Beweis gestellt, dass sie sich als wichtiger Treffpunkt von Künstlerinnen und Künstlern, von Kunstinteressierten und von Galeristinnen sowie Galeristen etabliert hat. Die Messe ist zu dem ,Marktplatz der Kunst aus dem Land‘ geworden.“ Das hielt Kulturstaatssekretär Walter Schumacher in einer Bilanz der Ausstellung fest, die vom 16. bis 18. März rund 8.000 Besucherinnen und Besucher in die Mainzer Rheingoldhalle gezogen hat. Ein Großteil der Künstlerinnen und Künstler hat nach eigenen Angaben auf der Messe „wichtige Kontakte zu Privatsammlern und Galeristen geknüpft“. Vielfach seien auch während der Messe Verkäufe realisiert worden, zeigte die Befragung. Die Sonderpräsentation „Junge Positionen“ hat zudem nicht nur auf der Ausstellerseite sondern auch bei den Besucherinnen und Besuchern erneut großen Anklang gefunden.

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