Kooperation Landessportbund und Kinderschutzbund

Zwei starke Partner bündeln Erfahrungen und Kompetenzen

Sexualisierte Gewalt: LSB Rheinland-Pfalz kooperiert mit dem Kinderschutzbund

Mainz, 22.03.12 Im Kampf gegen sexuelle Belästigungen, sexuelle Nötigung, sexuellen Missbrauch und sexualisierte Gewalt im Sport wissen der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) und seine Sportjugend seit dem 1. März einen starken Partner an ihrer Seite: Die Rede ist vom Deutschen Kinderschutzbund, Landesverband Rheinland-Pfalz.

„Der LSB und seine Sportjugend engagieren sich seit vielen Jahren mit zahlreichen Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Sport“, macht Lothar Westram, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, deutlich. „Hierzu zählen beispielsweise die Entwicklung von Informationsbroschüren, die Verankerung des Themas in der Aus- und Fortbildung oder die Installierung eines Ansprechpartners für Vereine und Verbände. Einen weiteren Baustein bildet die Gründung von Netzwerken, so beispielsweise mit dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz oder der Leitstelle Kriminalprävention des Innenministeriums. Ziel ist es, die bisherigen Kooperationen auszubauen, um von den Kompetenzen professioneller Beratungsstellen zu profitieren, so Westram.“

„Dazu passt“, so die Präsidentin des Landessportbundes, Karin Augustin, „dass man im Deutschen Kinderschutzbund einen Partner gefunden habe, der als größter Kinderschutzbund in Deutschland gilt und durch die regionalen Ortsverbände in Rheinland-Pfalz stark aufgestellt sei. „Wir möchten von den Erfahrungen und Kompetenzen des Kinderschutzbundes profitieren“, blickt Augustin nach vorn.

Der hauptamtliche Ansprechpartner für die Thematik beim Landessportbund heißt Oliver Kalb, Referent für Sportentwicklung, die Verantwortliche beim Kinderschutzbund ist Dr. Iris Geißler Eulenbach, Geschäftsführerin des Landesverband Rheinland-Pfalz. Angedacht sind drei Kernvereinbarungen: Hilfestellungen bei der Bearbeitung von Arbeitsmaterialien (Broschüren, Faltblätter etc.), Hilfestellungen bei der Vermittlung von Referenten und Experten – etwa bei Aus- und Fortbildungsveranstaltungen – sowie die Vermittlung an regionale Ortsverbände bei konkreten Fragestellungen beziehungsweise Problemfällen.

„Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten vieler Kinder und Jugendlicher gehört es, Sport zu treiben“, kommentiert Christian Zainhofer, Landesvorsitzender des DKSB . „Sport stellt eine wichtige Komponente für die seelische und körperliche Entwicklung dar. Häufig entstehen enge Beziehungen zwischen den ÜbungsleiterInnen und denen ihnen anvertrauten Kinder. Leider kann es auch hier, wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen, zu sexualisierter Gewalt kommen.“ Hier setze die Kooperation des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Rheinland-Pfalz, mit dem Landessportbund an. „Wir wollen gemeinsam Kinder in Rheinland-Pfalz vor sexualisierter Gewalt im Sport möglichst wirksam schützen. Es gilt, ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen im Sport für Anzeichen sexualisierter Gewalt zu sensibilisieren, sie zu stärken, diese Anzeichen ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, die Handlungssicherheit aller Beteiligten erhöhen.“

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