Nahrungsmittel 4 Prozent teurer

Jahresteuerungsrate im März bei 2,3 Prozent – Kraftstoffpreise deutlich höher

Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz lag im März 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, hat sich damit der Preisauftrieb wieder etwas abgeschwächt; im Februar hatte die Jahresteuerungsrate noch bei 2,5 Prozent gelegen.

Erneut wurde die Inflationsrate maßgeblich durch die Entwicklung der Energiepreise (plus 6,3 Prozent) beeinflusst. Kraftstoffe verteuerten sich gegenüber März 2011 um 6,7 Prozent, Haushaltsenergie insgesamt um 6 Prozent. Vor allem die Preise für Gas (plus 9,9 Prozent), Heizöl (plus 7,9 Prozent) sowie die Umlage der Zentralheizung und Fernwärme (plus 10,9 Prozent) stiegen spürbar. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate bei 1,8 Prozent gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich binnen Jahresfrist im Schnitt um 4,1 Prozent, wobei ein Preisanstieg auf breiter Front zu beobachten war. Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich um 4,3 Prozent, Fleisch und Fleischwaren um 6,2 Prozent, Fische und Fischwaren sogar um 7,9 Prozent. Auch Molkereiprodukte und Eier (plus 4,3 Prozent), Gemüse (plus 3,5) sowie alkoholfreie Getränke wie z. B. Kaffee (plus 8,4 Prozent) stiegen deutlich im Preis. Uneinheitlich verlief die Preisentwicklung beim Obst. Während sich beispielsweise die Preise von Orangen um 13,7 Prozent erhöhten, wurden Zitronen um 11 Prozent billiger.

Veränderungen gegenüber Februar 2012

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent. Auch hier war eine spürbare Erhöhung der Energiepreise zu verzeichnen (plus 2,4 Prozent). Insbesondere Kraftstoffe verteuerten sich deutlich (plus 5,6 Prozent), wobei die Preise für Superbenzin noch etwas stärker stiegen als die Preise für Diesel. Über dem Durchschnitt lagen die Preiserhöhungen auch bei Tabakwaren (plus 1,1 Prozent) sowie Bekleidung (plus 0,8 Prozent). Für die Verbraucherinnen und Verbraucher günstiger verlief die Entwicklung in den Hauptgruppen Freizeit, Unterhaltung und Kultur (minus 1,1 Prozent) sowie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (minus 1 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autor: Hans-Peter Fein (Abteilung Bevölkerung und Gesellschaft)

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