Ahnen startet Zeitzeugenprojekt

Schule:

Ahnen: Projekt „Gedächtnis der Nation“ macht Geschichte lebendig

Mainz, 16.04.12 Als „einen wichtigen Beitrag Geschichte anschaulich und lebendig zu machen“ hat Bildungsministerin Doris Ahnen das Zeitzeugenprojekt „Gedächtnis der Nation“ bezeichnet, das jetzt zur zweiten großen Interviewtour startete, um vor allem im Rhein-Main-Gebiet authentische Zeugenaussagen zur Geschichte der Migration in Deutschland zu sammeln. Die Ministerin, deren Haus mit dem Zeitzeugenprojekt kooperiert, eröffnete heute in Mainz die neue Interviewreihe mit dem „Jahrhundertbus“.

Im Oktober 2011 war das von dem Verein „Unsere Geschichte. Gedächtnis der Nation e.V.“ getragene Internetportal www.gedaechtnis-der-nation.de mit mehr als 1.600 Zeitzeugen-Interviews aus ZDF-Beständen gestartet. Aus einer ersten Interviewtour durch 15 Städte entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze werden gut 800 Videoclips mit persönlichen Erinnerungen an die deutsche Teilung hinzukommen. Bei der jetzigen Tour geht es um die Migration in Deutschland in ihren verschiedensten Facetten – von der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, über die Aufnahme von Flüchtlingen aus politischen und humanitären Gründen bis hin zur Geschichte von Spätaussiedlern aus ehemaligen Ostblockstaaten.

Bildungsministerin Ahnen unterstrich: „Zeitzeugen sind ganz hervorragend dazu geeignet, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse gerade für die jüngere Geschichte zu wecken oder wachzuhalten. Als erstes Bundesland hat Rheinland-Pfalz daher vor fünf Jahren eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die Zeitzeugen in die Schulen vermittelt und die Schulen bei deren Einsatz unterstützt. Wir unterstützen das Projekt ,Gedächtnis der Nation‘ daher nicht nur mit insgesamt 10.000 Euro für Begleitmaterialien für die Schulen im Land, die durch den Verband der Geschichtslehrer erstellt werden. Wir planen ganz aktuell auch mit dem Verein gemeinsam einen Wettbewerb, durch den unsere Schülerinnen und Schüler dazu motiviert werden sollen, eigene Zeitzeugen-Interviews zu erstellen und in den Mitmachkanal des Vereins www.youtube.com/unseregeschichte einzustellen.“

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