Deutsche Staatsbürgerschaft begehrt

52081 neue Staatsbürger in 2011

Bad Ems, 20.04.12. Im Jahr 2011 erhielten 5.281 in Rheinland-Pfalz lebende Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit einen deutschen Pass. Damit lag die Zahl der Einbürgerungen nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems in etwa auf dem Niveau der drei vorangegangenen Jahre, aber deutlich niedriger als in den Jahren 2006 und 2007.

Die mit Abstand meisten der im Jahr 2011 Eingebürgerten waren zuvor türkische Staatsangehörige (1.163). An zweiter Stelle standen mit 335 Einbürgerungen die Iraker. Insgesamt 947 Eingebürgerte stammten aus einem EU-Land, 254 von ihnen kamen aus Polen. Dahinter folgten Rumänen (131), Bulgaren (108), Italiener (99) und Griechen (67).

86 Prozent der eingebürgerten Personen lebten schon länger als acht Jahre in Deutschland, mehr als ein Drittel sogar schon über 15 Jahre und fast 20 Prozent bereits 20 Jahre oder länger. Nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz haben Personen, die mindestens acht Jahre in Deutschland leben, einen besonderen Anspruch auf Einbürgerung, wenn sie bestimmte, gesetzlich festgelegte Anforderungen erfüllen. Deren Ehegatte und minderjährigen Kinder können mit eingebürgert werden, auch wenn sie sich noch keine acht Jahre im Inland aufhalten. Grundvoraussetzung für eine Einbürgerung ist der rechtmäßige, auf Dauer angelegte Aufenthalt gemäß den einschlägigen ausländerrechtlichen Vorschriften.

Die Daten der Einbürgerungsstatistik werden den statistischen Landesämtern von den Einbürgerungsbehörden übermittelt. Einbürgerungsbehörden sind in Rheinland-Pfalz die Verwaltungen der kreisfreien Städte und Landkreise. Autor: Günter Ickler (Referat Bevölkerung, Gebiet, Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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