Milchbauern stärken

Grüne Woche Rheinland-Pfalz 2012

Ministerin Höfken: Position der Milchbauern stärken

Mainz, 23.04.12. Der Druck auf die Milchbauern in Rheinland-Pfalz wächst. Davon geht Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken angesichts der weltweit steigenden Milchproduktion und der großen Preisschwankungen auf dem globalen Milchmarkt aus. Bei einer Fachveranstaltung im Rahmen der Grünen Woche Rheinland-Pfalz 2012 am Freitag in Bitburg forderte die Ministerin, die Marktposition der Milcherzeuger zu stärken: „Eine Chance für unsere Milchbauern bestehen darin, sich zu Erzeugergemeinschaften zusammenzuschließen und damit eine bessere Verhandlungsposition zu erreichen“, sagte die Ministerin. Dies sei auch Ziel des zu Beginn dieses Monats in Kraft getretenen EU-Milchpakets sowie der aktuellen Vorschläge zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Gleichzeitig müsse Überproduktion vermieden werden, betonte Höfken. Bei der Agrarministerkonferenz kommende Woche in Konstanz werde Rheinland-Pfalz einen Antrag einbringen, der die Bundesregierung zur Unterstützung der Milchbauern auffordert.

„Milch ist ein wertvolles heimisches Naturprodukt und Grundlage einer gesunden Ernährung“, stellte Höfken fest. Die Milchwirtschaft trage zur Wertschöpfung in den ländlichen Räumen und zum Erhalt der grünlandbetonten Mittelgebirgslandschaften in Rheinland-Pfalz bei. Deshalb liege es im Interesse der Gesellschaft, die Zukunft der Milchbauern zu sichern. Bei dem vom Landwirtschaftsministerium veranstalteten Milchforum in Bitburg diskutierten zahlreiche Gäste aus der Fachwelt und der Praxis über die Perspektiven der Milchwirtschaft, die sich auch in Rheinland-Pfalz einzelbetrieblich und regional zunehmend konzentriert.

Die Anzahl der Milchviehbetriebe ist hierzulande im vergangenen Jahrzehnt um rund 27 Prozent von etwa 3000 auf 2200 zurück gegangen. Dieser Trend dürfte sich voraussichtlich verschärfen, wenn wie geplant 2015 die EU-Milchmengenregelung ausläuft.

Zwar haben sich die Milcherzeugerpreise seit 2010 erholt, verfehlten aber speziell in Rheinland-Pfalz mit weniger als 34 Cent pro Kilogramm in 2011 den Durchschnittspreis auf Bundesebene . Aktuell sind wieder Schwächetendenzen zu verzeichnen. Ministerin Höfken warb dafür, ein neues Denken und unkonventionelle Wege auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette Milch zuzulassen.

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