Unternehmerisches Handeln spielend erlernen

Berufsbildung

Lemke fördert wirtschaftliche Planspiele für Berufsschüler

Mainz, 24.04.12 Wer spielt, lernt – das gilt auch für Berufsschüler. Seit 2009 fördert das Wirtschaftsministerium Planspiele an den Berufsbildenden Schulen (BBS). Dort können die jungen Leute erproben, wie es ist, ein Unternehmen zu führen. Die Nachfrage nach dieser Art des Lernens ist seither kontinuierlich gestiegen und auch für 2012 bewilligt Wirtschaftsministerin Eveline Lemke rund 30.000 Euro. Bis zu 1080 Auszubildende können damit am Spiel teilnehmen und ihre Eignung zum Unternehmer spielerisch testen.

„Wirtschaftliches Handeln kommt nicht von selbst. Durch das Planspiel erkennen die Jugendlichen, wie weit unternehmerische Entscheidungen reichen. Die Auseinandersetzung mit komplexen Problemstellungen ist intensiv, erprobt wird in den Kleingruppen auch erfolgreiches Miteinander. So erwerben alle Mitspieler neben fachlichen und methodischen Kompetenzen auch Erkenntnisse, worauf es im persönlichen Umgang ankommt“, betont Lemke. Das Spiel wird in Gruppen gespielt und anschließend wird ausgewertet, wer am erfolgreichsten war. Absolventen loben die Ergänzung zum theoretischen Unterricht und den hohen Praxisbezug.

Die Spielleiter kommen vom Institut für Unternehmerisches Handeln der FH Mainz. Sie stellen das fiktive Unternehmen, ein traditioneller Familienbetrieb der im innovativen Sport- und Freizeitsegment tätig ist und sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung und Produktion von Outdoorzelten der gehobenen Kategorie beschäftigt, vor. Mehrere Schülerinnen und Schüler bilden dann Gruppen, die auf einem fiktiven Markt gegeneinander konkurrieren. Aufgrund von gesetzten Rahmenbedingungen und Kennzahlen bearbeitet die Gruppe Aufgaben und trifft als Team Entscheidungen, etwa wie viel Material geordert werden soll, ob neue Maschinen gekauft oder neue Mitarbeiter eingestellt werden. Wichtige Schlüsselthemen wie strategisches Denken, Planen, Angebot und Nachfrage des Marktes oder auch Kapazitätsplanungen für Produktion werden hierdurch geschult. Gespielt wird in mehreren Spielperioden, die jeweils ein Kalenderjahr simulieren.

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