Asylsuchenden individuell gerecht werden

Integration

20 Jahre Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) Trier

Trier, 09.05.12. Die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) Trier feiert ihr 20jähriges Bestehen. „Vorausschauendes Handeln, Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen sind seit 20 Jahren die ganz wesentlichen Eigenschaften, die für das Zusammenleben der Menschen in der Afa entscheidend sind“, so die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Dagmar Barzen, als Gastgeberin anlässlich einer Feierstunde in Trier, an der auch Integrationsministerin Irene Alt teilnahm. „In der AfA wird Hervorragendes geleistet. Dabei ist mir die Haltung wichtig: Hier werden Flüchtlinge nicht verwaltet, sondern als Menschen angenommen mit ihren Bedürfnissen und Nöten“, ergänzte Ministerin Alt. „Ich bin froh, dass die AfA von der Schließung der LUfA im vergangenen Jahr durch die Zuweisung von deren Räumlichkeiten profitiert hat. Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, insbesondere für Kinder in der Einrichtung noch mehr zu tun.“

Die AfA in Trier nahm am 1. Mai 1992 in der Liegenschaft der ehemaligen französischen Kaserne in der Trierer Dasbachstraße ihre Arbeit auf. Heute kann sie bis zu 700 Menschen beherbergen. Seit Bestehen der AfA wurden so bereits über 60.000 Asylsuchende in Trier betreut. „Das ist nicht immer einfach, denn diese Menschen kommen oft mit Ängsten, fehlender Perspektive und Unkenntnis über ihren rechtlichen Status zu uns. Hinzu kommen Sprachbarrieren, psychische und physische Erschöpfung durch das in der Vergangenheit Erlebte und die zurückliegende Flucht. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen täglich vor der Herausforderung, jedem Schicksal bestmöglich gerecht zu werden“, so Barzen.

Aufgabe der AfA ist es, die Asylbegehrenden aufzunehmen und sie während ihres Aufenthaltes in Trier zu betreuen. Zudem kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AfA darum, dass die Asylbegehrenden von den Städten und Kommunen innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen werden. Durch gemeinsame Beschäftigung wird versucht, bei den Asylsuchenden das Gefühl des Miteinanders und des Angenommenseins zu stärken. So gibt es zum Beispiel einen regelmäßigen Frauentreff, Kinderbetreuungsgruppen, Sprachunterricht für Kinder und Erwachsene, sportliche Aktivitäten und andere Freizeitangebote.

Die AfA in Trier ist die einzige Aufnahmeeinrichtung in Rheinland-Pfalz. Sie nimmt heute Menschen aus bis zu 26 Nationen auf. Seit dem 1. Januar 2000 gehört die AfA organisatorisch zur Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Die Beratungsstelle für Flüchtlinge von Caritas und Diakonischem Werk sowie das Deutsche Rote Kreuz als Träger der Spielstube in der AfA unterstützen die Arbeit der AfA vor Ort.

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