Beeindruckende Erfolge bei Berufsausbildung und Fachkräftesicherung

Ovaler Tisch

Mit gemeinsamer Strategie wachsenden Fachkräftebedarf decken

Mainz, 10.05.12. In zahlreichen Branchen besteht Fachkräftebedarf oder zeichnet sich ab. Dieser kann vor allem durch eine attraktive duale Ausbildung sowie durch Qualifizierung und Weiterbildung gedeckt werden. Darin waren sich alle Partner des Ovalen Tischs, der unter Leitung von Ministerpräsident Kurt Beck tagte, bei ihrer gestrigen Sitzung in Mainz einig. In dem Gremium sind die Landesregierung (durch die Ministerien für Wirtschaft, für Arbeit und für Bildung und Wissenschaft), die Kammern und Wirtschaftsverbände, die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland der Bundesagentur für Arbeit sowie die Gewerkschaften vertreten.

Ministerpräsident Beck lobte in seiner Halbzeitbilanz des mittlerweile dritten gemeinsamen Pakts der Partner des Ovalen Tischs die erfolgreiche Zusammenarbeit. In den letzten beiden Jahren konnte die Wirtschaft 4.082 Betriebe neu für ein Ausbildungsengagement und 10.580 neue Ausbildungsplätze gewinnen. „Damit sind die vereinbarten Ziele schon zur Halbzeit mehr als erfüllt. Die gute Kooperation der Partner am Ovalen Tisch wird sich daher auch in Zukunft bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Rheinland-Pfalz beweisen können“, betonte Ministerpräsident Beck.

Bei der Sitzung analysierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Zwischenergebnisse der Programme und Maßnahmen der laufenden Vereinbarung „Rheinland-Pfalz für Ausbildung und Fachkräftesicherung 2010-2013“. Weitere Themen waren die Beschäftigungssituation gering qualifizierter Jüngerer sowie die Einbindung älterer Menschen in den Arbeitsmarkt.

Das leistungsfähige Schulsystem des Landes sowie der Ausbau der vertieften Berufsorientierung im Rahmen des „Praxistag“ und das Projekt „Keiner ohne Abschluss“, die beide von der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland kofinanziert werden, führten dazu, dass auch die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss der Berufsreife im vergangenen Jahr auf 5,6 Prozent gesenkt werden konnte. Eine individuelle Förderung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler über Schullaufbahnberatung und Berufswahlvorbereitung erleichtern den Wechsel von der Schule in den Beruf oder in eine Ausbildung. Aus diesem Grund fördert die Landesregierung beispielsweise die „JobFüxe“, die als Ansprechpartner an den Schulen den Jugendlichen bei der Suche nach einer passenden Ausbildung zur Seite stehen.

Im Ausbildungsjahr 2010/2011 haben die Agenturen für Arbeit 26.782 Jugendliche dabei unterstützt, einen passenden Ausbildungsbetrieb oder eine Alternative zu finden. Allein 2011 förderten die Arbeitsagenturen in Rheinland-Pfalz mit insgesamt 84 Millionen Euro den Übergang von der Schule in den Beruf oder in eine Ausbildung.

Die Lage am Ausbildungsmarkt wird zusätzlich durch die „Coaches für betriebliche Ausbildung“ in Rheinland-Pfalz verbessert. Dieses Projekt wird von der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland, dem Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz und den rheinland-pfälzischen Handwerkskammern finanziert. Im Jahr 2011 vermittelten die 13 Coaches mehr als 1.400 Jugendliche in Vorstellungsgespräche, über 500 von ihnen konnten mit Hilfe der Coaches eine Ausbildung beginnen. Gleichzeitig wurden mehr als 15.000 Unternehmen kontaktiert und über 1.700 zusätzliche Ausbildungsstellen gewonnen. Die Coaches begleiten Jugendliche und Ausbildungsbetriebe bei der Anbahnung und Festigung von Ausbildungsverhältnissen.

Mit dem Sonderprogramm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU) unterstützen die Agenturen für Arbeit kleine und mittelständische Unternehmen bei der Qualifizierung beschäftigter Arbeitnehmer und tragen somit zur Sicherung des Fachkräftebedarfs bei. Im Jahr 2011 konnten so über 1.500 Arbeitnehmer in Betrieben bei ihrer beruflichen Weiterbildung unterstützt werden.

Jeder Jugendliche und jeder ausbildungsinteressierte Betrieb kann das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Agenturen für Arbeit und der Kammern in Anspruch nehmen. Neben der dualen Ausbildung stellt die berufliche Qualifizierung von Beschäftigten in Betrieben eine weitere Möglichkeit dar, die die Unternehmen bei der Fachkräftesicherung nutzen können.

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