Jugendlicher Widerstand im NS-Regime

Jugendlicher Widerstand in der NS-Zeit

Ausstellungseröffnung „Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“ mit regionalen Beispielen am 24. Mai 2012 in Gedenkstätte KZ Osthofen / Geöffnet vom 24. Mai bis 15. Juli 2012

Mainz, 15.05.12. Zur Eröffnung der Ausstellung „Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus. Eine Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945“ am Donnerstag, dem 24. Mai 2012 um 18.00 Uhr lädt der Förderverein Projekt Osthofen e.V. in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein. Die Ausstellung ist vom 24. Mai bis 15. Juli 2012 in Osthofen zu sehen. Kooperationspartner sind die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und der Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945.

Nach der Einführung in die Ausstellung durch Thomas Altmeyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945“, übernehmen Jörg Seyffarth, Mitautor des Buches „Gefährliche Lieder“, und Herbert Schmitt, Musiker und Musikpädagoge, die musikalische Einstimmung in die Themen der Ausstellung.

Die Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) fragt: Woher nahmen junge Menschen, oft erst 16 Jahre alt, den Mut, sich gegen das Unrechtsregime der Nationalsozialisten zu wehren? Wie ist Widerstand möglich, in einer Zeit, in der jedes Aufbegehren mit schwersten Strafen geahndet wird?

Mit knappen Texten, vielen Fotos und Dokumenten wendet sich die Ausstellung besonders an Jugendliche, um ihnen deutlich zu machen, dass nicht alle Menschen in der NS-Zeit Mitläufer oder Mittäter wurden. Die Beispiele sollen Mut machen, gegen den Strom zu schwimmen, wenn man von einer guten Sache überzeugt ist. Der Frankfurter Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945 hat Lebensläufe von ca. 20 jungen Frauen und Männern aus ganz Deutschland gesammelt. Eine von Ihnen ist Gertrud Liebig. Die junge Gewerkschafterin aus Frankfurt, verteilte verbotene Zeitschriften und Flugblätter gegen die Nazis und musste dafür mit Haft bezahlen. Ein anderer ist der 17-jährige Münchner Walter Klingenbeck. Er hörte ausländische Radiosender und malte das Widerstandszeichen „Victory“ an Häuserwände: sein Mut wurde mit dem Tode bestraft.

Gezeigt werden auch bekanntere junge Widerstandsgruppen wie die „Weiße Rose“ und die „Edelweißpiraten“. Für die Präsentation in der Gedenkstätte hat der Förderverein Projekt Osthofen die Ausstellung mit regionalen Beispielen (aus Worms, Ludwigshafen, Mainz, Frankfurt, u.a.) und Medienstationen erweitert. Gezeigt werden auch regionale Ergänzungen aus dem Raum Offenbach und aus Koblenz.

Um Anmeldung unter info@projektosthofen-gedenkstaette.de

oder telefonisch unter 06242-910825 wird gebeten.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.