Verschiedenheit positiv bewerten

Integration

Rheinland-Pfalz unterzeichnet Absichtserklärung gegen Diskriminierung

Mainz, 16.05.12. Rheinland-Pfalz ist der „Koalition gegen Diskriminierung“ beigetreten. Ministerpräsident Kurt Beck und die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, unterzeichneten heute in Mainz die Absichtserklärung „Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft“. Ziel der Vereinbarung ist es, gemeinsame Anstrengungen gegen Diskriminierung zu organisieren, lokale Anlauf- und Beratungsstellen zu unterstützen und dafür Sorge zu tragen, dass der Schutz vor Diskriminierung in allen Bereichen politisch verankert wird. Rheinland-Pfalz ist nach Berlin, Hamburg, Brandenburg und Bremen das fünfte Land, das der Koalition beigetreten ist.

„Ich freue mich darüber, mit Rheinland-Pfalz einen starken Partner für mehr Gleichbehandlung gewonnen zu haben“, sagte ADS-Leiterin Lüders. „Wir zeigen damit, wie wichtig dieser Landesregierung Vielfalt und der Kampf gegen Diskriminierung sind. Für ein friedliches Zusammenleben unserer Gesellschaft in der Zukunft wird es elementar, dass wir nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern gerade auch unsere Verschiedenheit positiv werten“, erklärte Ministerpräsident Kurt Beck bei der Unterzeichnung und verwies auch auf die Antidiskriminierungsstelle des Landes, die Anfang des Jahres im Familienministerium die Arbeit aufgenommen hat. Rheinland-Pfalz setze neben dem Diskriminierungsschutz gezielt einen Schwerpunkt auf das Werben um Akzeptanz für Vielfalt.

„Wenn das Zusammenleben in einer so bunten Gesellschaft wie der unseren gelingen soll, brauchen wir ein Klima der Offenheit und der Toleranz und ein deutliches ‚Nein!‘ zu jeder Art der Diskriminierung“, ergänzte Familienministerin Irene Alt. Die Ministerin wies darauf hin, dass Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland ein eigenes Pilotprojekt zum anonymisierten Bewerbungsverfahren durchführen wird, das im kommenden Herbst starten soll. Derzeit sucht das Ministerium noch nach Kooperationspartnern im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft. „Wir wollen damit gerade für Frauen und für Migrantinnen und Migranten für mehr Chancengerechtigkeit sorgen“, sagte Alt. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes will eng mit Ländern und Kommunen zusammenarbeiten, deshalb hat sie eine Koalition gegen Diskriminierung ins Leben gerufen. Die Unterzeichner machen damit deutlich, dass sie entschieden gegen Diskriminierung vorgehen wollen, Beratungsmöglichkeiten vor Ort verbessern und gemeinsame Strategien gegen Diskriminierung entwickeln wollen.

Die Koalition gegen Diskriminierung ist Teil der „Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft“, die Anfang 2011 startete. Im Rahmen dieser Offensive fördert die Antidiskriminierungsstelle des Bundes deutschlandweit Beratungsstellen und verstärkt ihre Öffentlichkeitsarbeit.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 gegründet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.antidiskriminierungsstelle.de und unter www.ads-rlp.de.

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