Grüne Jugend für Laizismus

Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften

Grüne Kirchendebatte: Kirche und Staat endlich auseinanderzerren

Mainz, 02.06.12. Zur Grünen Debatte über das Verhältnis von Staat und Religion anlässlich des vergangenen Katholikentages erklärt der Landesvorstand der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz:

Die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz steht für einen klaren Laizismus, in dem Religion und Staat deutlich getrennt sind. Selbstverständlich erkennen wir die Religionsfreiheit als Grundrecht an und wünschen uns, dass auch in Rheinland-Pfalz jede*r nach ihrer/seiner Façon glücklich werde. Diese Freiheit sehen wir durch die staatliche Bevorzugung des Christentums jedoch ganz klar gefährdet. Die Grüne Jugend hat sich nach langen Debatten im letzten Jahr eindeutig gegen Kirchensteuer, bekenntnisorientierten Religionsunterricht und arbeitsrechtliche Benachteiligungen von Kirchenangestellten ausgesprochen.

Fragwürdig fanden wir besonders das Papier Grüner Katholik*innen, in dem unter anderem der Rheinland-Pfälzische Abgeordnete Josef Winkler sich für eine Kulturabgabe zur Reform der Kirchensteuer ausgesprochen hat. „Auch wir sehen bei der Kirchensteuer Handlungsbedarf: Und zwar muss sie abgeschafft werden“, erklärt unsere Sprecherin Sophia Steinmetz. „Die Argumentation, dass eine allgemeine Kulturabgabe Kirchenaustritte aus Steuergründen vermeiden könne, mag wahr sein. Aber es kann doch nicht Aufgabe grüner Politik sein, die Mitgliederverwaltung der katholischen Kirche zu optimieren. Solange der Vatikan seine Frauen-, Sexual- und generell lebensfeindlichen Botschaften in die Welt trompetet, freuen wir uns über jeden Austritt, egal aus welchen Gründen!“

„Gerade als Christ kann mich ein Ministerpräsident Kretschmann, der große Reden auf dem Katholikentag schwingt und gleichzeitig Menschen abschieben lässt, wenig begeistern“, erklärt Jan Stich, Sprecher der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz. „Grüne Katholik*innen, die sich Sorgen um die Mitgliederentwicklung ihres Vereins machen, sollten lieber mal entschieden gegen solch verlogene Doppelmoral vorgehen.“

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