Konjunktur im April uneinheitlich

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe im April 2012

Bad Ems, 05.06.12. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ist der Auftragseingang in der rheinland-pfälzischen Industrie im April 2012 um 0,6 Prozent gestiegen. Während sich die Inlandsnachfrage um 5,6 Prozent verschlechterte, erhöhte sich die Auslandsnachfrage um 5,5 Prozent. Die Produktion stieg im Vorjahresvergleich um 2 Prozent.

Auftragseingänge höher als im Vorjahresmonat – Verschlechterung gegenüber dem Vormonat

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Auftragslage in der rheinland-pfälzischen Industrie im April 2012 verbessert. Im Vergleich zum April 2011 stiegen die Bestellungen preisbereinigt um 0,6 Prozent, nachdem sie im März 2012 noch um 3,6 Prozent zurückgegangen waren. Der Anstieg der Auslandsnachfrage (plus 5,5 Prozent) reichte aus, um den Rückgang der Auftragseingänge aus dem Inland (minus 5,6 Prozent) zu kompensieren.

Drei der vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie wiesen im April weniger Bestellungen auf. Den stärksten Rückgang gab es im Maschinenbau (minus 11,5 Prozent). Im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 5,3 Prozent) und in der chemischen Industrie (minus 0,9 Prozent) verschlechterte sich die Auftragslage ebenfalls. Hingegen wurde im Fahrzeugbau ein kräftiger Zuwachs von 15,9 Prozent registriert.

Im Vormonatsvergleich gingen die Auftragseingänge im April 2012 um 10,7 Prozent zurück. Im März wurde noch eine Verbesserung der Auftragslage um 9,5 Prozent registriert. Während sich die Inlandsnachfrage um 10,1 Prozent verringerte, gab es bei den Bestellungen aus dem Ausland ein Minus von 11,2 Prozent. Im stabileren Zweimonatsvergleich (März/April gegenüber Januar/Februar) ergab sich ein Zuwachs des Ordervolumens von 4,3 Prozent.

In allen vier großen Branchen wurde im April 2012 ein Auftragsrückgang verzeichnet. Die Verschlechterung fiel im Maschinenbau mit 19,7 Prozent am höchsten aus, gefolgt vom Fahrzeugbau (minus 8,5 Prozent) und der chemischen Industrie (minus 7,4 Prozent). In dem Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« lagen die Auftragseingänge 3,8 Prozent unter denen des Vormonats.

Produktion steigt im Vorjahresvergleich – Rückgang gegenüber dem Vormonat

Gegenüber dem Vorjahr ist der Güterausstoß in der rheinland-pfälzischen Industrie im April 2012 gestiegen. Der Produktionsindex erhöhte sich im Vergleich zum April 2011 preisbereinigt um 2 Prozent, nachdem er im März 2012 um 2 Prozent gefallen war. Der Produktionsindex misst die monatliche Produktionsleistung der Industrie und gilt als wichtiger und aktueller Indikator für die konjunkturelle Entwicklung.

Der Zuwachs wurde in erster Linie durch den starken Anstieg der Produktion im Fahrzeugbau (plus 19,7 Prozent) verursacht. In der chemischen Industrie (plus 2,5 Prozent), im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 2,1 Prozent) und im Maschinenbau (plus 0,2 Prozent) wuchs die Produktion gegenüber dem Vorjahr ebenfalls.

Im Vormonatsvergleich verschlechterte sich die Industrieproduktion im April 2012 um 4,2 Prozent, nachdem sie im März um 6,1 Prozent gestiegen war. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich (März/April gegenüber Januar/Februar) kam es zu einem Zuwachs der Produktionsleistung um 5,8 Prozent.

Von den vier großen Branchen des Landes verzeichnete lediglich die chemische Industrie (plus 10,6 Prozent) eine Produktionssteigerung. Der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 13,5 Prozent), der Maschinenbau (minus 11,1 Prozent) sowie der Fahrzeugbau (minus 1,7 Prozent) meldeten dagegen eine geringere Produktion als im Vormonat.

Hinweis: Aufgrund nachträglich korrigierter Datenmeldungen durch Berichtsbetriebe musste eine Neuberechnung der Indizes für die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden erfolgen. Die aktualisierten Ergebnisse der Indizes und damit auch die der Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahres- bzw. dem Vormonat können daher von den zuletzt veröffentlichten Ergebnissen abweichen.

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellt auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Endgültige Ergebnisse zu den Auftragseingängen und der Produktion werden etwa drei bis vier Wochen nach den vorläufigen Daten veröffentlicht.

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