Weniger Jugendliche in Warteschleife zur Ausbildung

Bildung

Integrierte Ausbildungsberichterstattung 2011: Weniger Anfängerinnen und Anfänger in berufsvorbereitenden Maßnahmen

Bad Ems, 19.06.12. Im Jahr 2011 begannen in Rheinland-Pfalz deutlich weniger Jugendliche Bildungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf eine schulische oder berufliche Ausbildung.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes absolvierten im vergangenen Jahr 16.301 Anfängerinnen und Anfänger ein Bildungsprogramm des sogenannten Übergangsbereichs. Das waren 9,4 Prozent weniger als im Jahr 2010 (minus 1.688). Der Rückgang zeigte sich insbesondere bei den Einstiegsqualifizierungen der Bundesagentur für Arbeit (minus 21,4 Prozent).

Diese Daten stammen aus der sogenannten »Integrierten Ausbildungsberichterstattung«, einer Sonderauswertung zu den Bildungswegen nach der schulischen Grundbildung. Sie machen deutlich, dass immer weniger Jugendliche darauf angewiesen sind, in speziellen Bildungsmaßnahmen – die selbst keinen beruflichen Abschluss vermitteln – zunächst die notwendige Ausbildungsreife zu erlangen. Ursächlich hierfür ist unter anderem die bessere schulische Vorbildung der jungen Menschen sowie die demografisch und wirtschaftlich bedingte Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt.

Insgesamt befanden sich im Jahr 2011 über 100.000 Anfängerinnen und Anfänger in den Bildungsgängen der »Integrierten Ausbildungsberichterstattung«. Das heißt, sie begannen eine berufliche Ausbildung (40.360), strebten die Hochschulreife an (20.581), begannen ein Studium (24.031) oder nahmen – wie oben beschrieben – ein Bildungsangebot im Übergangsbereich in Anspruch.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der »Integrierten Ausbildungsberichterstattung« liefert ein Beitrag im aktuellen Statistischen Monatsheft ( PDF-Datei).

Für die Auswertungen im Rahmen der Integrierten Ausbildungsberichterstattung werden die Daten verschiedener Statistiken zusammengeführt und einheitlich aufbereitet. Einbezogen werden die Erhebungen zu allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie zu den Schulen des Gesundheitswesens. Darüber hinaus fließen die Daten der Personalstandsstatistik, der Förderstatistik der Bundesagentur für Arbeit und der Studierendenstatistik ein.

Autor: Bettina Link (Referat Bildung)

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