Sanierung des Landtagsgebäudes nötig

Sanierung des Landtagsgebäudes

Machbarkeitsstudie wurde Fraktionen vorgestellt

Mainz, 20.06.12. Schon seit einiger Zeit ist die Sanierung des im Jahr 1950 wiederaufgebauten Deutschhauses im Gespräch. Bei einer zwischenzeitlich durchgeführten Bestandsaufnahme des Gebäudes sind insbesondere Defizite im Bereich des Brandschutzes und der Rettungswege, der technischen und funktionalen Betriebssicherheit, der energetischen Gebäudesituation sowie der Anforderung, das Gebäude behindertengerecht, also barrierefrei, zu gestalten, deutlich geworden. Zudem sollte auch die zweckmäßigere Gestaltung von Räumen in einem modernen Parlament berücksichtigt werden. So fehlen Räumlichkeiten, um Besucher, die sich über die Arbeit des Parlaments informieren wollen, angemessen zu empfangen und zu betreuen.

Folglich wurde im September 2011 der Landesbauverwaltung der Auftrag erteilt, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie vier Modelle einer möglichen Sanierung des Gebäudes vergleichend zu betrachten, damit die vorgenannten Defizite behoben werden können.

Dabei wurden die folgenden Varianten geprüft: – eine reine „Reparatur“-Lösung, – eine Generalsanierung ohne räumliche Erweiterung sowie – eine Generalsanierung mit 2 alternativen räumlichen Erweiterungen (ca. 300 bzw. 900 m² Nutzflächenerweiterung).

Diese Prüfung wurde durch eine Nachhaltigkeitsbetrachtung hinterlegt, ein Projekt, das erstmals für eine Sanierung im Bestand durchgeführt worden ist. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit schnitt die in Höhe von ca. 4,7 Mio € teure „Reparatur“- Lösung am schlechtesten ab. Nach spätestens zehn Jahren wird bei dieser Variante eine Generalsanierung der Liegenschaft ohnehin erforderlich.

Die drei anderen Varianten liegen in der Nachhaltigskeitsbewertung jeweils dicht beieinander und unterscheiden sich nur noch in der Flächenoptimierung und den entsprechenden Neubaukosten. Für die Generalsanierung werden die Kosten auf ca. 23 Mio. € geschätzt, die räumliche Erweiterung (Anbau) wird je nach Größe zwischen 2 und 5 Mio. € kosten.

Das Ergebnis der zwischenzeitlich vorliegenden Machbarkeitsstudie ist den Fraktionsspitzen des rheinland-pfälzischen Landtages vorgestellt worden. Auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie wird der Landtag nun eine Entscheidung für eine der möglichen Sanierungsvarianten für das Deutschhaus treffen. Danach wird mit den eigentlichen Entwurfsplanungen im Rahmen der üblichen Verfahren begonnen.

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