Ausschreitungen bei Public Viewing

Fußball-EM 2012

Lewentz: Gewalt gegen Einsatzkräfte hat nichts mit Fankultur zu tun

Mainz, 26.06.12. „Wir alle freuen uns über die Erfolge unserer Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Was wir erleben dürfen, sind spannende Spiele und eine hervorragende Teamleistung der deutschen Mannschaft. Bei aller Freude appelliere ich dennoch erneut an alle Fans, Jogis Jungs auf friedliche Weise und ohne Gefährdung anderer die Daumen zu drücken“, betonte Innenminister Roger Lewentz vor dem Halbfinale gegen Italien.

Das Viertelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland am vergangenen Freitag wurde an den verschiedenen Public-Viewing-Veranstaltungsorten im Land von rund 45.000 Zuschauern verfolgt. Die höchsten Zuschauerzahlen verzeichneten Mainz, Trier, Worms, Kaiserslautern und Ingelheim. In Mainz kam es erneut zu einem massiven Einsatz von Pyrotechnik, die auch gegen Polizeibeamte eingesetzt wurde. „Gewalt gegen Einsatzkräfte, die für Sicherheit und Ordnung sorgen, ist nicht hinzunehmen. Wir werden jeden, der die Gesundheit anderer riskiert, konsequent verfolgen“, sagte der Minister.

Auch in Neustadt/Weinstraße war eine Veranstaltung mit rund 400 Menschen eskaliert. Als Polizeibeamte dort einen Verkehrsunfall aufnehmen wollten, wurden sie aus der Menschenmenge heraus auf das Übelste beleidigt und vereinzelt mit Flaschen beworfen. Als ein Autokorso an dieser Stelle auf Grund der Absperrmaßnahmen nicht vorbeifahren konnte, kippte die Stimmung in der Menge. Es wurden eine Rauchbombe und mehrere bengalische Feuer gezündet. Die Sicht war daraufhin sehr eingeschränkt, was einige Teilnehmer des Autokorsos jedoch nicht von riskanten Fahrmanövern abhalten konnte. Die Straße musste anschließend durch Mitarbeiter des Bauhofs und 35 Angehörige der freiwilligen Feuerwehr vom Glas gereinigt werden. „Das hat mit einer Siegesfeier oder Fankultur nichts mehr zu tun. Wer sich und andere in Gefahr bringt, handelt in höchstem Maße unverantwortlich“, mahnte Lewentz.

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