Preise steigen langsamer

Verbraucherpreise stiegen im Juni um 2 Prozent

Bad Ems, 27.06.12. Die Verbraucherpreise in Rheinland-Pfalz sind im Juni um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, schwächte sich der Preisauftrieb damit gegenüber den vorangegangenen Monaten ab.

Der nachlassende Preisdruck bei Haushaltsenergie (plus 5,2 Prozent) und vor allem bei Kraftstoffen (plus 1,5 Prozent) hat mit zu dieser Entwicklung beigetragen. So verlangsamte sich die Teuerung von Gas (plus 7,8 Prozent), Heizöl (plus 3,3 Prozent) und Strom (plus 2,8 Prozent) spürbar. Auch an den Zapfsäulen entspannte sich die Lage. Die Preise für Superbenzin lagen im Juni 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, für Diesel gaben sie sogar nach (minus 0,7 Prozent). Dies wirkte sich auch in der Hauptgruppe Verkehr (plus 1,7 Prozent) aus.

Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich die Preise gegenüber Juni 2011 um 4,3 Prozent, die für alkoholische Getränke und Tabakwaren um 3,3 Prozent. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren legten um 7,3 Prozent, die für Fisch und Fischwaren um 6,6 Prozent zu. Deutlich teurer wurden auch Obst (plus 6,9 Prozent) und Gemüse (plus 8,7 Prozent), wobei hier gegenläufige Preisentwicklungen zu beobachten sind. So waren Paprika (plus 35,4 Prozent), Gurken (plus 39,2 Prozent) und Tomaten (plus 62,8 Prozent) erheblich teurer als vor einem Jahr. Nachgegeben haben hingegen die Preise für Pilze und Blumenkohl (jeweils minus 6,2 Prozent) sowie für Zwiebeln oder Knoblauch (minus 20,4 Prozent). Für die Verbraucherinnen und Verbraucher günstig verlief auch die Entwicklung bei Molkereiprodukten und Eiern (minus 1,1 Prozent) sowie bei Speisefetten und -ölen (minus 9,1 Prozent). Spürbar günstiger wurden beispielsweise H-Milch (minus 11 Prozent) und Butter (minus 25,1 Prozent).

Veränderungen gegenüber Mai 2012

Im Vergleich zum Vormonat sank die Inflationsrate leicht um 0,1 Prozent. Unverändert blieben die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren, Gesundheitspflege sowie Nachrichtenübermittlung. Deutliche Preiserhöhungen waren bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (plus 1,4 Prozent), im Bildungswesen (plus 0,9 Prozent) sowie für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (plus 0,9 Prozent) zu verzeichnen. Preisrückgänge gab es bei Bekleidung und Schuhen (minus 1,5 Prozent) und in der Hauptgruppe Verkehr (minus 1,2 Prozent). Letzteres ist vor allem auf die merklich gesunkenen Kraftstoffpreise (minus 4,2 Prozent) zurückzuführen.

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autorin: Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Verdienste, Preise, Haushaltserhebungen)

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