Leichte Reallohnsteigerung bei Vollzeitkräften

Vollzeitkräfte verdienten 2011 durchschnittlich gut 43.000 Euro – Reallöhne stiegen um 0,8 Prozent

Bad Ems, 28.06.12. Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich verdienten in Rheinland-Pfalz im Jahr 2011 durchschnittlich 43.114 Euro brutto. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies 2,8 Prozent mehr als im Jahr 2010 (Deutschland: plus 3,3 Prozent). Lässt man Sonderzahlungen wie tarifliche Einmalzahlungen oder Leistungsprämien außer Acht, lagen die Verdienste im Schnitt bei 39.386 Euro.

Im Jahr 2011 stiegen die Reallöhne – also die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – in Rheinland-Pfalz um 0,8 Prozent (Deutschland: plus 1,1 Prozent).

Das individuelle Verdienstniveau wird in allen Branchen maßgeblich bestimmt von der Art der ausgeübten Tätigkeit. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen bei den Vollzeitbeschäftigten – über alle erhobenen Wirtschaftsbereiche hinweg – ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 23.115 Euro. Beschäftigte in leitender Position erzielten dagegen mit 74.731 Euro eine mehr als dreimal so hohe Vergütung.

Die Bruttojahresverdienste vollzeitbeschäftigter Frauen einschließlich Sonderzahlungen betrugen 2011 durchschnittlich 36.919 Euro und erreichten somit rund 81 Prozent des Verdienstniveaus der männlichen Kollegen, das bei 45.572 Euro lag.

In der Industrie erhielten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahr 2011 durchschnittlich 46.105 Euro, das waren 4,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Dienstleistungsbereich erhöhte sich der Bruttojahresverdienst um 1,7 Prozent auf 40.939 Euro.

Zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen zeigen sich deutliche Verdienstunterschiede. Hohe durchschnittliche Verdienste erzielten beispielsweise die Beschäftigten im Bereich Energieversorgung (62.077 Euro). Niedrige Bruttojahresverdienste waren hingegen im Gastgewerbe (24.692 Euro) oder bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (23.285 Euro) zu verzeichnen, zu denen auch die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften zählt.

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