Förderbank ISB mit solidem und risikoarmem Geschäft

Jahresabschlüsse 2011: ISB und LTH starten mit soliden Ergebnissen in gemeinsame Zukunft

– Bilanzsumme und Jahresüberschuss ISB GmbH gestiegen

– Starke Zunahme des Fördervolumens auf 115 Mio. Euro in der Wohnraumförderung

– Erfolgreiche Fusion der Förderbanken

Mainz, 29.06.12. Die heutige Bilanzpressekonferenz der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) über das Geschäftsjahr 2011 der Vorgängerinstitute, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH und der Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz (LTH), stand ganz im Zeichen der Fusion. „Mit der neuen ISB werden wir der Wirtschafts-, Wohnraum- und Städtebauförderung neue Impulse geben“, sagte der Vorsitzende des ISB-Verwaltungsrates, Finanzstaatssekretär Dr. Salvatore Barbaro, der sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen zeigte.

ISB GmbH 2011 auf Konsolidierungskurs

Die Bilanz der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH für das Jahr 2011 zeigt nach Jahren des starken Wachstums eine Konsolidierung der Volumina und des Ergebnisses auf hohem Niveau. Die Bilanzsumme stieg 2011 leicht von 10,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 10,5 Milliarden Euro. Es konnte ein Jahresüberschuss von 1,9 Millionen Euro erzielt werden, der damit fast doppelt so hoch ist wie im Vorjahr. Das Geschäftsvolumen erreichte mit 10,9 Milliarden Euro fast wieder das Ergebnis des Jahres 2010 mit 11,2 Milliarden Euro.

Mittelstand brauchte weniger Fördergelder

„Der Geschäftsverlauf des Jahres 2011 war geprägt von einem guten konjunkturellen Umfeld und einer damit etwas geringeren Nachfrage nach den Förderangeboten der ISB“, sagte Barbaro. Im vergangenen Jahr hat die ISB insgesamt 3.140 Zusagen ausgesprochen und damit fast 2.000 Arbeitsplätze geschaffen. Erwartungsgemäß lag das Ergebnis unter dem des Rekordjahres 2010 mit 4.099 Zusagen. Diese Entwicklung spiegelt sich im Kerngeschäft der ISB, dem Bereich der Darlehen und Zuschüsse, wider. Hier konnten 2.862 Zusagen erteilt werden. Sowohl bei den Zuschüssen, beispielsweise im Rahmen der Regional- oder Technologieförderung, als auch bei den ISB-Darlehensprogrammen gab es eine leicht rückläufige Entwicklung. Im Kommunalkreditgeschäft wurde das Neugeschäft bewusst auf 1.724,2 Millionen Euro reduziert, im Vorjahr betrug es noch 2.661,2 Millionen Euro.

Nachfrage nach Bürgschaften und Garantien normalisiert

Ein weiterer Schwerpunkt der Fördertätigkeiten der ISB lag 2011 im Bereich der Bürgschaften und Garantien. Nach der hohen Nachfrage in den Krisenjahren 2009 und 2010 normalisierte sich der Bedarf an Sicherheiten im Berichtsjahr 2011 insgesamt wieder. Die Zahl der neu zugesagten Gewährleistungen lag mit einem Volumen von 56,9 Millionen Euro bei 211. Aufgrund der Neuordnung des Bürgschaftsgeschäftes durch Gründung der Bürgschaftsbank lassen sich diese Zahlen jedoch nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichen.

Venture-Capital-Geschäft wird immer wichtiger

Das Beteiligungsgeschäft der ISB hat sich in den vergangenen Jahren zu einem weiteren Kernbereich entwickelt. Hier wurde ein klarer Kurs eingeschlagen, der auf eine Ausweitung der Beteiligungen zielt, allerdings verstärkt unter qualitativen Gesichtspunkten. Insgesamt wurden 56 Venture-Capital-Beteiligungen zugesagt, hinzu kamen weitere 9 Beteiligungen der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Rheinland-Pfalz mbH. Erfreulich ist, dass der Innovationsfonds Rheinland-Pfalz weiterhin für wichtige Impulse sorgt und Beteiligungen in Höhe von 3,3 Millionen Euro zugesagt werden konnten „Auch zukünftig wird es ein Hauptanliegen der ISB sein, die Eigenkapitalausstattung der rheinland-pfälzischen Unternehmen nachhaltig zu verbessern. Der Venture-Capital-Bereich wird deshalb weiter an Bedeutung gewinnen“, betonte Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB.

Wohnraumfördermittel stark nachgefragt

Ein Anstieg von fast 30 Prozent bei den Baugenehmigungen in Rheinland-Pfalz führte zu einer spürbaren Belebung der Nachfrage nach den Förderinstrumenten der Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz (LTH). Infolgedessen konnte die LTH ihr Fördergeschäft im abgelaufenen Jahr deutlich ausweiten, wichtige finanzielle Anreize für den Neubau, den Erwerb und die Modernisierung von Wohnraum geben und Haushalte mit mittleren und niedrigen Einkommen unterstützen.

Über alle Programme hinweg – von der Förderung des Wohneigentums und dem Mietwohnungsprogramm, über die Maßnahmen zur Modernisierung, bis hin zum Experimentellen Wohnungs- und Städtebau sowie Konversionsprojekten – konnten 5.112 Wohneinheiten mit einem gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent gestiegenen Volumen in Höhe von 115,1 Millionen Euro gefördert werden. Schwerpunkt war auch im vergangenen Jahr wieder die Bildung von Wohneigentum, in die allein rund 69 Millionen Euro investiert wurden, was fast einer Verdoppelung des Vorjahreswertes entspricht. Auch das Modernisierungsprogramm war stärker nachgefragt als im Vorjahr. Hier sind mit einem Kreditvolumen von 32,7 Millionen Euro 2.826 Wohneinheiten modernisiert worden. „Das ist eine starke Leistung. Es zeigt, wie gut die Angebote der Wohnraumförderung auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind“, sagte Barbaro.

Aufgrund dieser Nachfrageentwicklung wird in der Wohnraumförderung auf Kontinuität gesetzt. Wie für das Programmjahr 2011 stellt das Land Rheinland-Pfalz im laufenden Jahr erneut Fördermittel in Höhe von 35 Millionen Euro bereit, was einem Kredit- bzw. Zuschussvolumen von 136,1 Millionen Euro entspricht.

Zum Bilanzstichtag betrug die Bilanzsumme der LTH 1,7 Milliarden Euro und liegt damit unter dem Wert des Vorjahres. Der Jahresüberschuss von 0,8 Millionen Euro entspricht den Planungen und liegt auch fusionsbedingt unter dem Rekordvorjahreswert von 1,4 Millionen Euro. Insgesamt zeigt der Jahresabschluss der LTH nicht nur ein aktives Fördergeschäft, sondern zugleich eine stabile Ertrags- und Finanzlage.

Ausblick 2012

Im laufenden Jahr geht es um die weitere organisatorische und technische Zusammenführung der beiden Förderinstitute, sodass die Leitidee der Förderung aus einer Hand weiter optimiert wird. Darüber hinaus wird die ISB neue innovative Förderprodukte sowohl für die Wirtschafts- als auch Wohnraumförderung entwickeln. „Die Finanzkraft eines größeren Förderinstituts ist gerade in Zeiten von immer engeren öffentlichen Haushalten wichtiger denn je“, so Dexheimer. Mit einer Bilanzsumme in Höhe von etwa 11,5 Milliarden Euro und mit der Expertise ihrer rund 300 Beschäftigten sei die ISB solide und fundiert aufgestellt, betreibe ausschließlich risikoarmes Geschäft und habe ihren Fokus in der Umsetzung der Wirtschafts-, Struktur- und Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz. Auf der Grundlage des erfolgreichen Geschäftsjahres 2011 gebe es allen Anlass, mit Zuversicht den Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres zu begegnen.

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