30 Prozent weniger Mitarbeiter im Landesamt

Beeineindruckende Bilanz

Landesamt für Jugend und Soziales legt Tätigkeitsbericht vor

Mainz, 04.07.12. Heute hat Präsident Werner Keggenhoff den druckfrischen Tätigkeitsbericht 2011 seiner Landesbehörde vorgestellt. Darüber hinaus informierte der Präsident über aktuelle soziale Themen im Bereich des Landesamtes.

Ein paar Daten zum Landesamt:

  • Entstanden am 1. Januar 1996.
  • Nach Abbau von 30% des Personals jetzt 905 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Mainz, Koblenz, Landau und Trier; 13,43% davon schwerbehindert. •
  • Neue Auszubildende 2011 – 15, 2012 – 19, 2013 – über 20.
  • Mitverantwortlich für 2,7 Milliarden EURO aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln.
  • Präsident seit 1. Juli 2002 Werner Keggenhoff.
  • Geplante Strukturreform ab 1. Januar 2013: Eingliederung der vier Ämter für soziale Angelegenheiten in das Landesamt, Standortgarantie, keine Kündigungen. Hohe Akzeptanz bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch bei den Verbänden durch transparentes Verfahren von Anfang an. Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich außer dem Namen des Amtes nichts Spürbares.

Landestariftreuegesetz – viele Fragen an die Servicestelle

Seit dem 1. März 2011 gilt in Rheinland-Pfalz das Landestariftreuegesetz. Bei öffentlichen Aufträgen der Landes- und Kommunalbehörden ab 20.000 EURO darf die Vergabe nur an solche Unternehmen erfolgen, die das tarifliche Entgelt oder – wo kein Tarifertrag gilt – mindestens 8,50 EURO brutto pro Stunde zahlen. Zum Gelingen des Gesetzes hat das Landesamt als Servicestelle beigetragen. Vor allem Vergabestellen, Firmen und Gewerkschaften haben sich bei uns Auskünfte über das Gesetz eingeholt. Von März bis Dezember 2011 wurden 827 Anfragen zur Zufriedenheit der Fragesteller beantwortet. Im ersten Halbjahr 2012 waren es weitere 321 Fragen.

Kinder-Wohlfühlland Rheinland-Pfalz

UNICEF Deutschland hat Ende 2011 eine Studie über die Lage von Kindern in Deutschland vorgestellt. Im Vergleich der 16 Bundesländer ist Rheinland-Pfalz das Land, in dem sich Kinder am wohlsten fühlen. Als Landesjugendamt wollen wir unseren Teil dazu beitragen, dass dies so bleibt. Dazu gehört die fachliche Beratung von Kindertagesstätten und die Bereitstellung der Finanzmittel des Landes. 2011 waren das 434,5 Millionen EURO, fast 13% mehr als im Vorjahr. Der Aus- und Neubau der Kindertagesstätten läuft weiter auf Hochtouren. Rheinland-Pfalz bleibt in Westdeutschland führend bei den Angeboten für die unter 3jährigen.

417.000 schwerbehinderte Menschen in Rheinland-Pfalz

Jeder 10. Rheinland-Pfälzer ist als schwerbehindert anerkannt, von rund 4 Millionen Einwohnern 417.000 (Stand: 30. Juni 2012). Die Nachfrage nach dem Schwerbehindertenausweis bleibt auf Rekordniveau. 86.500 Anträge (Neuanträge und Verschlimmerungsanträge) waren es im Jahre 2011. Zusammen mit den Nachprüfungen von Amts wegen waren über 100.000 Fälle zu entscheiden. Die Akzeptanz für die Entscheidungen der Landessozialverwaltung ist hoch. Nur in 3% der Fälle wurden die Sozialgerichte angerufen.

Sozialpädagogische Aktivitäten gegen Rechtsextremismus

Die Aufdeckung der zunächst als Döner-Morde verharmlosten Verbrechen hat überdeutlich gemacht, dass der Rechtsextremismus mit allen Mitteln zu bekämpfen ist. Zu den polizeilichen Aktivitäten und den Maßnahmen des Verfassungsschutzes tragen wir als Landesjugendamt den sozialpädagogischen Teil bei. Rheinland-Pfalz ist weniger stark als andere Länder von den Problemen des Rechtsextremismus betroffen; damit das so bleibt, gibt es bei uns seit 2001 Sonderprojekte gegen Rechts von der Einzelfallhilfe bis zur Gruppen- und Netzwerkarbeit. Neu gestartet wurde im letzten Herbst ein Projekt mit dem Landesfilmdienst, das auf junge Leute zugeht, die mit rechtsextremem Gedankengut liebäugeln.

Zuwanderung stärkt unsere Gesundheitsversorgung

Es wird zunehmend schwieriger, den Bedarf an Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegepersonal und anderen Angehörigen der Gesundheitsberufe aus Absolventen deutscher Ausbildungsstätten zu decken. Das Landesamt als Approbationsbehörde erteilt immer mehr Personen die ärztliche Approbation, die ihre Qualifikation im Ausland erworben haben. 2011 verfügte jeder dritte Arzt, der bei uns eine Approbation erhalten hat, über eine ausländische Qualifikation (176 von 535). In den ersten fünf Monaten des Jahres 2012 waren es schon mehr als die Hälfte (123 von 227). Auch bei den Krankenpflegeberufen ist eine Zunahme festzustellen. 2011 wurden 96 ausländische Qualifikationen von uns anerkannt, was 8,7% entspricht. Die Tendenz ist auch hier steigend.

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