Nur wenig Fischzucht im Land

Landwirtschaft

Aquakulturproduktion – eine Nische in Rheinland-Pfalz

Bad Ems, 04.07.12. Im Jahr 2011 waren in Rheinland-Pfalz 33 Aquakulturbetriebe tätig, die nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz im Haupt- und Nebenerwerb knapp 370 Tonnen Fisch erzeugten. Die Aquakulturproduktion besetzt damit in Rheinland-Pfalz eine Nische. In ganz Deutschland existieren rund 4.800 Betriebe, die im vergangenen Jahr insgesamt 39.000 Tonnen produzierten. In dieser Zahl sind die von Angelvereinen oder für den Eigenbedarf erzeugten Fische sowie die Fluss- und Seenfischerei nicht erfasst. Da die Erhebung erstmals durchgeführt wurde, ist ein zeitlicher Vergleich nicht möglich.

Die mit Abstand wichtigste Fischart der Aquakulturproduktion des Landes ist die Regenbogenforelle, auf die rund 72 Prozent der gesamten Erzeugung entfielen. Die Anteilswerte der Erzeugung von Lachs- bzw. Bachforellen betrugen 14 und 7 Prozent. Die Karpfenproduktion war mit 2 Prozent von untergeordneter Bedeutung. Der Vertrieb der Fische erfolgte im Wesentlichen in Form der Direktvermarktung (48 Prozent). Über die Gastronomie, Angelparks, oder weiterverarbeitende Veredelungsbetriebe wurden 22 Prozent der Produktion vermarktet.

Die Aquakulturerhebung wurde Anfang des Jahres 2012 erstmals durchgeführt und dient der Umsetzung europäischer Vorgaben. Befragt wurden alle Betriebe mit Aquakulturanlagen. Aquakultur umfasst die Aufzucht oder Haltung von Fischen, Krebs- und Weichtieren, Algen und sonstigen aquatischen Organismen in Karpfen- oder Forellenteichen, Durchflussanlagen, Kreislaufanlagen, Netzgehegen und anderen Anlagen. Nicht einbezogen wurden reine Angelteichbetriebe (Angelparks ) sowie Aquarien- oder Zierfischarten.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

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