Rente reicht nicht zum Leben

Rente

DGB Rheinland-Pfalz fordert Umsetzung des DGB-Rentenkonzeptes / Immer mehr Rentner jobben

Mainz, 04.07.12. Der DGB Rheinland-Pfalz fordert angesichts der steigenden Zahl jobbender Rentnerinnen und Rentner die Umsetzung des DGB-Rentenkonzepts. „Ansonsten werden wir in den kommenden Jahren einen massiven Anstieg der Altersarmut erleben“, warnte der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid am Dienstag in Mainz. Aktuell arbeiten in Rheinland-Pfalz rund 41.500 Menschen über 65-Jahren auf 400 Euro Basis. Das sind 36 Prozent mehr als noch 2003. Insgesamt rund elf Prozent aller Minijobber in Rheinland- Pfalz sind über 65.

Die durchschnittliche Altersrente (Einzelrente) in Rheinland-Pfalz beträgt aktuell 761,35 Euro (Männer 1007,57 Euro; Frauen 509,13 Euro). Es sei daher zu vermuten, dass viele Rentnerinnen und Rentner aufgrund ihrer zu geringen Rente darauf angewiesen seien, hinzuzuverdienen, sagte Muscheid weiter. „Wir brauchen aber eine Rente, die allein zum Leben reicht und niemanden zwingt, mit über 65 noch arbeiten zu müssen.“ Stattdessen plane die Bundesregierung eine weitere Absenkung des Rentenniveaus auf etwa 43 Prozent. Damit würde die Durchschnittsrente für Männer in Rheinland-Pfalz künftig bei ca. 700 Euro liegen, die für Frauen bei nur 356 Euro. „Davon kann niemand leben“, sagte Muscheid.

Die Zahlen zeigten die Notwendigkeit der Umsetzung des DGB-Rentenkonzepts. Dieses sieht vor, den Rentenbeitrag von aktuell 19,6 Prozent in jährlichen Schritten bis 2025 um jeweils 0,2 Prozent auf maximal 22 Prozent anzuheben. Der höhere Beitrag, der Arbeitnehmer im Schnitt lediglich 2,60 Euro pro Monat mehr kostet, soll dem Konzept zufolge zum Aufbau einer Reserve genutzt werden. Diese würde es ermöglichen, das Rentenniveau auch in Zukunft stabil zu halten. Das DGB-Konzept sei ein „Modell mit Augenmaß“, mit dem Altersarmut verhindert und zugleich die Belastung der arbeitenden Bevölkerung begrenzt wird, sagte Muscheid.

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