Mehr Einnahmen bei Erbschaftssteuer

Finanzen, Steuern, Personal

Im Jahr 2011 wurden 185 Millionen Euro Erbschaft- und Schenkungsteuer festgesetzt

Bad Ems, 06.07.12. In Rheinland-Pfalz wurde im Jahr 2011 Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von zusammen 185 Millionen Euro festgesetzt. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems rund 34 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt tätigten die zuständigen Finanzämter Koblenz und Kusel-Landstuhl 7.464 Steuerfestsetzungen und damit 978 mehr im Vergleich zum Jahr 2010. Der die Besteuerungsgrundlage darstellende steuerpflichtige Erwerb, d. h. das übertragene Vermögen nach Abzug der übertragenen Schulden und der gesetzlichen Steuerbefreiungen, lag mit 981 Millionen Euro um 114 Millionen höher als im Jahr 2010. Die statistisch erfassten Vermögensübertragungen beliefen sich auf rund 2,4 Milliarden Euro.

Die festgesetzte Steuer für Erbschaften erreichte im Jahr 2011 bei 6.313 Festsetzungen eine Höhe von 158 Millionen Euro – ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 28,6 Prozent. Die festgesetzte Steuer für Schenkungen machte bei 1.151 Festsetzungen nur insgesamt knapp 27 Millionen Euro aus und verminderte sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent. Die steuerpflichtigen Erwerbe beliefen sich bei den Erbschaften auf etwa 721 Millionen Euro und bei den Schenkungen auf etwa 260 Millionen Euro. Die anzahlmäßig meisten steuerpflichtigen Erwerbe, nämlich gut ein Drittel aller Fälle, lagen in der Größenklasse von 10.000 bis unter 50.000 Euro. Gut 17 Prozent der Fälle waren in der Größenklasse von 50.000 Euro bis unter 100.000 Euro angesiedelt. Der wertmäßig größte Teil der steuerpflichtigen Erwerbe entfiel mit knapp einem Drittel des steuerpflichtigen Erwerbs auf die Größenklasse von 500.000 bis unter 2,5 Millionen Euro.

Guthaben bei Geldinstituten, nicht notierte Anteile an Kapitalgesellschaften sowie andere Anteile und Wertpapiere, die mit anderen Vermögenspositionen in der Vermögensart »übriges Vermögen« zusammengefasst sind, hatten am Gesamtwert des übertragenen Vermögens mit 54 Prozent den gewichtigsten Anteil. Weitere bedeutende Vermögensarten waren das Grundvermögen mit 24 Prozent und das Betriebsvermögen mit 21 Prozent aller Übertragungen.

Weitere Informationen: www.statistik.rlp.de (Statistischer Bericht mit ausführlichen Tabellen und Grafiken, PDF-Datei, 392 kB)

Die anonymisierten Daten für die Erbschaft- und Schenkungsteuer in Rheinland-Pfalz werden jährlich von der Finanzverwaltung an das Statistische Landesamt übermittelt. Die in der vorliegenden Pressemitteilung dargestellten Zahlen umfassen alle steuerpflichtigen Erwerbe, für die im Jahr 2011 erstmals Erbschaft- oder Schenkungsteuer festgesetzt wurde, einschließlich der ggf. im Berichtsjahr vorgenommenen nachträglichen Änderungen dieser Festsetzungen. Sie liefern demnach keine Information über die im Jahr 2011 erfolgten Vermögensübertragungen, da die erstmalige Veranlagung dieser Übertragungen auch erst in einem späteren Jahr erfolgen kann.

Autor: Dr. Dirk Schneider (Referat Steuern)

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