Impfplan im Internet

Nationaler Impfplan

Malu Dreyer sieht Impfwesen in Deutschland gestärkt

Mainz, 11.07.12. Seit heute ist der von der Gesundheitsministerkonferenz verabschiedete Nationale Impfplan auch auf der Homepage der rheinland-pfälzischen Landesregierung abrufbar. „Ich freue mich, dass unter unserer Federführung mit dem Nationalen Impfplan ein Dialog mit allen in Deutschland am Impfwesen Beteiligten eingeleitet werden konnte. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Fachöffentlichkeit umfassend über das Thema Impfen zu informieren“, sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz.

Der Nationale Impfplan wurde mit Unterstützung der am Impfwesen beteiligten Akteure erstellt. Hiermit liegt erstmals eine Zusammenfassung über alle wesentlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Herstellung und Verabreichung von Impfungen, die auch Haftungsfragen, Impfempfehlungen und weitere Rechtsfragen beinhaltet, vor. Mit der Erstellung des Nationalen Impfplans wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der einen stetigen Austausch braucht. Abstimmungen und Konkretisierungen zu dessen Zielen erfolgen im Rahmen der in zweijährigem Abstand stattfindenden Nationalen Impfkonferenz. Erste Beispiele hierfür bestehen bereits. So ist als Ergebnis der 1. Nationalen Impfkonferenz ein Good-Practice-Manual zur Masern-Eliminierung entstanden, indem bereits erfolgreich durchgeführte Projekte zur Ausrottung von Masern in Deutschland zusammengefasst sind. Des Weiteren hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) Maßnahmen ergriffen, um die Erarbeitung von Impfempfehlungen noch transparenter zu machen.

Der Nationale Impfplan geht auf die 1. Nationale Impfkonferenz 2009 in Mainz zurück. Seitdem kommen regelmäßig alle zwei Jahre Expertinnen und Experten der Wissenschaft, Gesundheitspolitik, des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Kostenträger, aber auch Impfkritiker zu einem konstruktiven Dialog zusammen.

Der Nationale Impfplan, der nun von den einzelnen Ländern veröffentlicht wird, soll aufgrund der Ergebnisse der Nationalen Impfkonferenzen regelmäßig fortgeschrieben werden. Derzeit verhandeln Bund und Länder über die Einrichtung einer Geschäftsstelle zur Umsetzung des Nationalen Impfplans. „Die Geschäftsstelle sollte beim RKI eingerichtet werden, da es aufgrund seiner anerkannten Fachlichkeit die bundesweit am besten geeignete Institution ist“, so Malu Dreyer.

„In Deutschland bestehen gute Rahmenbedingungen für die Bürgerinnen und Bürger, sich vor zahlreichen Infektionserkrankungen durch eine Impfung zu schützen“, sagte die Ministerin. Der Staat bekenne sich zum Impfen und übernehme die Verantwortung. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle von der STIKO empfohlenen Regelimpfungen. „Das deutsche Impfwesen ist sicherlich auch im internationalen Vergleich als vorbildlich zu bezeichnen, dennoch sind nachhaltige Maßnahmen notwendig, um einer schleichenden Impfmüdigkeit zu begegnen“, so die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin.

Sie finden den Nationalen Impfplan im Internet unter www.msagd.rlp.de/aktuelles

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