Mit Lemke hoch hinaus

Droben im Kletterwald und unter Tage im Regierungsbunker

Mainz, 11.07.12. Der Regierungsbunker im Stadtteil Ahrweiler am Silberberg sollte einstmals 3.000 Regierungsmitarbeitern samt Bundeskanzler und -präsident für 30 Tage im Falle eines Atomkrieges Unterschlupf bieten: Bei Eveline Lemkes Sommerreise besucht die Wirtschaftsministerin heute den einst geheimsten Ort des Landes. Sie lässt sich durch ein Teilstück der heutigen Dokumentationsstätte führen. „Das Tunnelsystem im Ahrtal hat sich zum Besuchermagneten entwickelt. Auch wenn der Bunker kein Konversionsprojekt im herkömmlichen Sinne ist, so bringt die zivile Umnutzung im Tourismusbereich der Region wenigstens einen wirtschaftlichen Nutzen. Das Besondere ist, dass die Besucher der Zeit des kalten Krieges im musealen Tunnelabschnitt richtig nachspüren und damit Geschichte erleben können“, stellt Lemke fest.

Vor dem Besuch unter Tage ist sie hoch über dem Boden unterwegs: Im Waldkletterpark Bad Neuenahr-Ahrweiler sind mehr als 60 Kletterstationen zu einem Parcours verbunden. Lemke: „22 der Stationen sind allein für die Kinder da. Bewegung macht Spaß, hier darf man sich ins Wald-Abenteuer stürzen. Die Ahr ist eine Ferienregion für die ganze Familie.“ Hauptattraktion ist eine deutschlandweit einmalige 450 Meter lange Seilbahn. Mit Gurten gesichert, kann man an einem Seil in bis zu 35 Metern Höhe über das Tal brausen. Sicherheit wird groß geschrieben und für Familien, Schulklassen oder Vereine durch das Prüfverfahren „Quality in Adventure“ gewährleistet.

Am Vormittag hatte die Ministerin drei wichtige – und sehr unterschiedliche – Unternehmen besucht. Erste Station war die Aleris Aluminum Koblenz GmbH. Der Konzern ist in nahezu allen Teilen der Welt präsent. In Koblenz werden überwiegend Walzprodukte aus Aluminium gefertigt. Lemke: „Hier entstehen Aluminiumbleche für die Außenhaut von Verkehrsflugzeugen. Aleris ist ein Vorbild beim intelligenten Umgang mit Energie.“ Es wurde viel in Energieeinsparung investiert. Die überschüssige Wärme wird an eine Mälzerei abgegeben. Flugzeuge sollen künftig mit Litium-Aluminium-Legierungen leichter werden. Aleris Aluminium gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Platten und Blechen aus Aluminium vor allem für die Luft- und Raumfahrt, aber auch für die Automobilindustrie, den Schiffbau und die Bauindustrie.

Anschließend besucht Ministerin Lemke die Firma Moritz J. Weig GmbH & Co. KG. Dort werden jährlich über 700.000 Tonnen Altpapier recycelt. „Der Standort Mayen ist mit 632 Mitarbeitern eines der größten Werke für Recycling-Karton in Europa. Daran, dass die deutsche Papierindustrie weiterhin in Europa die Nummer eins ist, hat auch die Weig-Gruppe einen maßgeblichen Anteil“, betonte Lemke. Weltweit liege sie hinter China, den USA und Japan an 4. Stelle.

Die Griesson de Beukelaer GmbH & Co. KG steht mit einem Marktanteil von 10,7 Prozent in Deutschland an der Spitze der deutschen Süßgebäckhersteller. Polch ist mit 850 Beschäftigten einer von 5 Produktionsstandorten. „Süßwaren sind mehr wetter- als konjunkturabhängig. Feine Plätzchen und andere Leckereien sind Exportschlager. Fast jede zweite Tonne deutscher Produkte werden exportiert – auch aus Rheinland-Pfalz“, so die Ministerin bei ihrem Besuch des Unternehmens. Zum Sortiment gehören u. a. die bekannten Marken De Beukelaer, Griesson oder die Prinzenrolle.

Nachdem der Besuch von Monreal wegen eines aktuellen Termins abgesagt werden muss, beschließt die Ministerin den Tag mit einer Winzervesper in der Straußwirtschaft Pauly in Dernau im Weingut Burg Adenbach. Dort trifft sie die Ahrweinkönigin Julia Migend sowie die Ahrtal-Winzerinnen Heidemarie Pauly, Weingut Burg Adenbach, Ahrweiler, Ricarda Sebastian und Andrea Bertram, Weingut Ernst Sebastian, Dernau sowie Meike und Dörte Näkel, Weingut Meyer-Näkel, Dernau zum Gespräch und einem guten Glas Wein.

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