Riesenschritt Richtung Pumpspeicherkraftwerk Schweich

Erneuerbare Energien

SGD Nord leitet Raumordnungsverfahren für geplantes Pumpspeicherkraftwerk in der Verbandsgemeinde Schweich ein

Koblenz, 12.07.12. Die Stadtwerke Trier wollen zwischen Schweich und Ensch ein Pumpspeicherkraftwerk errichten. Deren Ziel ist es, den Strombedarf in ihrem Versorgungsgebiet innerhalb der nächsten Jahre zu 50 % über regional erzeugte erneuerbare Energien zu decken. Dafür ist der Ausbau von Energiespeicherkapazitäten erforderlich. Jetzt hat die SGD Nord als Obere Landesplanungsbehörde das entsprechende Raumordnungsverfahren eingeleitet.

Das geplante Pumpspeicherkraftwerk ist auf eine Leistung von 300 Megawatt ausgelegt, womit Schwankungen zwischen dem Strombedarf der Region Trier mit rund 513.000 Einwohnern und der Stromerzeugung aus regenerativen Energien ausgeglichen werden können. Wesentliche Bestandteile des Projektes sind ein Oberbecken und ein Unterbecken mit jeweils ca. 6 Millionen m³ Fassungsvermögen. Hinzu kommen weitere Anlagen, wie die Untertagebauwerke, eine Umspannanlage mit Betriebsgebäude, eine Fläche zur Ablagerung der anfallenden Überschussmassen sowie der erforderliche Anschluss des Kraftwerkes an das Stromübertragungsnetz. Der gesamte Flächenbedarf für das Projekt beträgt rund 140 Hektar, wovon 70 Hektar auf das Oberbecken und 43 Hektar auf das Unterbecken entfallen.

Die Maßnahme ist ein wesentlicher Baustein im Rahmen der laufenden Energiewende und nach Auffassung der Stadtwerke Trier unverzichtbar für eine aus regenerativen Energiequellen gesicherte Stromversorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft in ihrem Versorgungsgebiet.

In das Anhörungsverfahren hat die SGD Nord die betroffenen Gemeinden und Gemeindeverbände, die berührten Fachstellen des Naturschutzes, der Wasserwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Landwirtschaft, weitere von der Planung berührte Behörden und Versorgungsträger sowie die anerkannten Naturschutzverbände einbezogen. Gleichzeitig werden die Planunterlagen in der Verbandsgemeindeverwaltung Schweich, der Stadtverwaltung Trier sowie in den Verbandsgemeindeverwaltungen Trier-Land, Ruwer, Hermeskeil, Thalfang am Erbeskopf, Wittlich-Land und Bernkastel-Kues für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. Die Einwohnerinnen und Einwohner können sich während dieses Monats und einer anschließenden zweiwöchigen Nachfrist zur Planungsabsicht äußern.

Trier ist damit eine Nase vor den Mainzer Stadtwerken, deren Planungen für ein neues Pumpspeicherkraftwerk bei Bingen noch nicht so weit vorangeschritten sind. Aber die Mainzer arbeiten mit Hochdruck und haben bereits in dieser frühen Phase ein Info-Center vor Ort eingerichtet.

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