Julia Klöckner gewinnt Pflegeerfahrungen

Klöckners Sommerreise

Änderungen bei Pflege und MDK gefordert

Mainz, 14.07.12. Die Sommerreise von Julia Klöckner führte durch Altenheime, Kindertagesstätten und Hospize. Die CDU-Fraktionsvorsitzende machte dabei auch praktische Erfahrungen, beispielsweise mit Füttern oder Waschen. Ihre Erkenntnis: Die Zeiten, die der medizinische Dienst für Baden (20 Min), Füttern, Kämmen oder Zähneputzen gewährt, seien viel zu kurz. Außerdem müssten die medizinischen Dienste von den Kostenträgern unabhängig werden, da sie sonst nicht objektiv entscheiden könnten.

Die CDU-Landesvorsitzende spricht damit lange bekannte Probleme an, die auch bei der im Sommer verabschiedeten kleinen Reform der Pflegeversicherung nicht gelöst wurden. Pflege kostet Geld und davon wird zu wenig bezahlt. So seien auch die Altenpfleger völlig unterbezahlt und hätten zu wenig Zeit zur Verfügung. Klöckner sagte, dass sie wisse, dass ihre Forderungen mehr Geld bedeuteten, aber das müsse die Gesellschaft eben bezahlen, um eine menschenwürdige Pflege zu erreichen.

Die Politikerin setzte sich auch für einen Bestandsschutz für Altenheime mit kleinen Zimmern ein und sprach sich dagegen aus, auf neue Großeinrichtungen zu verzichten. Altenwohngemeinschaften seien eine Ergänzung, aber keine Alternative. So bezweifelte sie, dass Wohngemeinschaften für demente Menschen geeignet seien. Offenbar kennt die Politikerin die positiven Erfahrungen mit Demenz-WGs im angestammten Wohngebiet nicht.

Immerhin: Es wäre zu hoffen, dass sie ihre Erkenntnisse in einen Antrag für den nächsten CDU-Bundesparteitag einbringt. Die derzeitige Pflegepolitik der Bundesregierung ist ungenügend und erschöpft sich in Ankündigungen. Da könnten Praxiserfahrungen helfen.

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