Adoptionen meist innerhalb der Familie

Kinder

204 Adoptionen im Jahr 2011 – Viele Kinder bleiben im vertrauten Umfeld

Bad Ems, 16.07.12. Im Jahr 2011 wurden in Rheinland-Pfalz 204 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 38 mehr als im Jahr 2010. Grundsätzlich ist aber seit Jahren ein deutlich rückläufiger Trend zu verzeichnen. So gab es 1996 noch 446 Adoptionen.

In 155 Fällen erfolgten die Adoptionen im vergangenen Jahr durch den Stiefvater, die Stiefmutter oder durch Verwandte und damit in einem für das Kind vertrauten Umfeld. Familienfremde Paare oder Personen adoptierten 49 Kinder.

Von den 204 Adoptierten waren 62 jünger als sechs Jahre, 37 davon hatten das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet; zwei Kinder waren noch kein Jahr alt. Nahezu ein Viertel der adoptierten Kinder und Jugendlichen hatte nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Von den abgebenden Eltern bzw. sorgeberechtigten Elternteilen waren 88 ledig, 81 waren geschieden. 9 Kinder wurden von verheirateten Eltern zur Adoption freigegeben. Bei sechs Adoptierten war ein Elternteil verwitwet oder beide Elternteile verstorben. In 20 Fällen war der Familienstand der abgebenden Person unbekannt.

Ende 2011 waren 38 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt; den Vermittlungsstellen lagen hingegen 327 Adoptionsbewerbungen vor. Damit kamen rechnerisch 9 Bewerbungen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind.

Die Angaben liefern die Adoptionsvermittlungsstellen der öffentlichen sowie der freien Träger einmal jährlich.

Autor: Günter Ickler (Referat Bevölkerung, Gebiet, Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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