Hochtechnologie und Kräuterhexen

Lemkes Sommerreise

Öko-Landbau in der Bannmühle und Hexen am Kräuterweg

Mainz, 16.07.12. Über moderne Chiptechnologie und -fertigung informiert sich die Wirtschaftsministerin bei dem mittelständischen Unternehmen Sensitec in Mainz. Begonnen hat die zweite Woche von Eveline Lemkes Sommerreise am 16. Juli mit einer Pressekonferenz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation zusammen mit Wissenschaftsministerin Doris Ahnen. Die Stiftung unterstützt Forschungs- und Transferprojekte zur Technologie-Entwicklung im Land

Sensitec entwickelt innovative Sensorsysteme zur berührungslosen Messung von elektrischen Strömen oder magnetischen Größen für den Einsatz in verschiedenen Branchen, wie z.B. im Automobilssektor. Ministerin Lemke verweist darauf, dass das Land Sensitec und seine Vorläufer aus der ehemaligen IBM-Produktionsstätte gezielt unterstützt hat. „Im Rahmen der Förderung des Innovationsnetzwerks InnoMag e.V. mit dem wichtigen Kernakteur Sensitec wurde das Verbundprojekt „MultiMag“ der Technischen Universität Kaiserslautern und der Universität Mainz gemeinsam mit Sensitec finanziell unterstützt, um in einem neuartigen Transferweg neueste Forschungsergebnisse durch unmittelbare Nutzung von Industrieanlagen möglichst schnell in marktreife Produkte umzusetzen“, erläuterte sie. Die Projektumsetzung erfolgte in den Räumen von Sensitec am Standort Mainz. In diesem Jahr startete die zweite Projektphase.“

In der idyllischen Hügellandschaft am Fluss Glan, mit Blick auf den Disibodenberg liegt die historische Bannmühle in Odernheim aus dem Jahr 1890. Lemke: „Hier ist etwas ganz Besonderes entstanden, ein Öko-Bauernhof mit Obstanbau, Kelterei und Glanrindern in herrlicher Umgebung am Fluss Glan, der auch Lebensgemeinschaft ist.“ Soziales und gesellschaftliches Engagement gehören dazu: Auf der Bannmühle leben etwa 15 Menschen in drei Generationen zusammen. 40 Freiwillige jährlich werden von hier aus in kirchliche und soziale Projekte auf allen Kontinenten entsandt; fünf bleiben auf der Bannmühle. Eingebettet in den Betrieb ist auch ein Camp mit 5 Tipis.

Anschließend folgt eine Wanderung mit den drei „Siefersheimer Kräuterhexen“, Christine Moebus, Karin Mannsdörfer und Martina Schmitt, die ausgebildete Kräuterführerinnen sind. Lemke: „Brennnessel, Quecke, Löwenzahn und Co. sind keine Unkräuter, sondern wertvolle Vitamin- und Mineralstoff-Spender, die viel zu lange ein Schattendasein führten. Die moderne Ernährungswissenschaft hat diese Schätze der Natur wieder entdeckt. Die Kräuterhexen machen auf einzigartige Weise altes Wissen zugänglich.“ Die Landesregierung fördert den „Siefersheimer Kräuterwanderweg“, den die Frauen betreuen. Die naturbelassenen Wege führen zu der 35 Millionen Jahre alten Siefersheimer Brandungsküste und zu einzigartigen, unter Naturschutz stehenden, Trockenrasen.

Am Abend besucht Ministerin Lemke die Proben der Wormser Nibelungen-Festspiele „Das Vermögen des Herrn Süß“ und trifft dort auch Regisseur Dieter Wedel. Vom 3. bis 19. August wird der spannende „Politthriller“ von Dieter Wedel und Joshua Sobol aufgeführt. Die Tribüne auf der Westseite des Wormser Kaiserdoms bietet Platz für 1244 Zuschauer. Das Ensemble ist hochkarätig besetzt: Neben Walter Plathe, Peter Striebeck und André Eisermann spielen u.a. Marie Zielcke, Anja Kruse und Michael Lesch mit. Die Geschichte spielt in den 1930er Jahren – Sinnbild für den Tanz am Abgrund, für das hemmungslose Bedürfnis sich zu amüsieren und bloß nicht auf heraufziehende dunkle Wolken zu achten. Dazu gibt es viel Musik, Swing, Jazz, Rock.

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