Immer mehr Meisterausbildungen

Fachkräfte

Meister-BAföG: Erneut mehr Geförderte

Bad Ems, 16.07.12. In Rheinland-Pfalz erhielten im Jahr 2011 insgesamt 6.850 Personen das sogenannte »Meister-BAföG«. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Jahr 2010. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg die Zahl der Geförderten nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) damit bereits das vierte Jahr in Folge.

Die meisten Empfängerinnen und Empfänger der Förderleistung absolvierten eine Teilzeitfortbildung (61,3 Prozent). Fast jede zweite Bildungsmaßnahme (46 Prozent) zielte auf einen Abschluss nach der Handwerksordnung, bspw. den der Kraftfahrzeugmeisterin bzw. des Kraftfahrzeugmeisters. Ein ebenfalls großer Teil der Fortbildungen (39 Prozent) erfolgte nach dem Berufsbildungsgesetz. Dieses regelt zum Beispiel die Ausbildung von staatlich geprüften Technikern und von Fachwirten. Wie auch in den Vorjahren waren es mit einem Anteil von fast 76 Prozent vor allem Männer, die die Unterstützung in Anspruch nahmen.

Mit der Zahl der Geförderten stieg im vergangenen Jahr auch die Gesamthöhe der bewilligten Leistungen. Der Umfang der Förderzusagen erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 21,9 Millionen Euro. Von dieser Summe entfielen 7 Millionen Euro auf Zuschüsse und 15 Millionen Euro auf Darlehen. Ob und in welchem Umfang die bewilligten Darlehen ausgezahlt werden, entscheiden die Förderberechtigten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 9,6 Millionen Euro als Darlehen abgerufen.

Das 1996 eingeführte Meister-Bafög richtet sich an Fachkräfte aus Industrie, Handwerk und Verwaltung, die bereits eine Ausbildung nach der Handwerkerordnung oder dem Berufsbildungsgesetz abgeschlossen haben und nun einen höheren Abschluss anstreben. Entscheidend für die Bewilligung der Förderung ist, dass die angestrebte Qualifikation über der bisherigen, aber nicht oberhalb der Meisterebene liegt. Akademische Abschlüsse werden nicht finanziert. Leistungen nach dem AFBG werden zu 78 Prozent vom Bund und zu 22 Prozent vom Land getragen.

Die Zahlen basieren auf den Angaben der Ämter für Ausbildungsförderung. Die Berechnung der Förderungsbeträge erfolgt durch zentrale Rechenzentren. Diese leiten die statistischen Angaben als Auszug aus den Eingabedaten und Rechenergebnissen jährlich an die Statistischen Landesämter weiter.

Autorin: Bettina Link (Referat Bildung)

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