DGB steht zu Nürburgring

Nürburgring

DGB: Rennstrecke bleibt wichtiges Infrastrukturprojekt

Mainz, 18.07.12. Der DGB Rheinland-Pfalz sieht im Nürburgring weiterhin eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte des Landes. „Gescheitert ist das Modell der privaten Finanzierung, nicht die Rennstrecke selbst“, sagte der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid am Mittwoch in Mainz. Der Nürburgring sei von jeher auf Landeshilfe angewiesen gewesen und bleibe auch nach der eventuellen Insolvenz oder Umstrukturierung der Nürburgring GmbH ein wichtiges Infrastrukturprojekt für die strukturschwache Eifelregion.

Die neu entstandene Situation biete nun die Chance für einen Neuanfang, sagte Muscheid weiter. Es sei klar, dass das Projekt Freizeitpark „zwei Nummern zu groß“ kalkuliert worden sei. Nun müsse man sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und dafür sorgen, dass weiterhin Großveranstaltungen an der Traditionsstrecke stattfinden. Eventuell vorliegende Angebote müssten jedoch sorgfältig geprüft werden. „Nach den Erfahrungen der Vergangenheit sollte sich die Landesregierung nun nicht unter Druck setzen lassen und verschiedene Optionen sorgfältig unter die Lupe nehmen. Der Nürburgring als eine der bekanntesten Rennstrecken Europas ist für Veranstalter weiterhin hoch attraktiv.“

Wichtig sei es, den Ring nicht „kaputt zu reden“. Die Rennstrecke sei für die Arbeitsplätze in der Region – nicht zuletzt solche in der Touristikbranche – von hoher Bedeutung. Gerade vor diesem Hintergrund sei es unverständlich, dass die EU Kommission mit der Verweigerung einer zeitnahen Zustimmung zu einem Rettungsdarlehen eine Umstrukturierung der Nürburgring GmbH verhindert habe.

Zugleich warnte Muscheid davor, in der Debatte über das EU-Beihilferecht, die vorläufige Position der EU-Kommission einzunehmen. „Beihilfen für Projekte in strukturschwachen Regionen sind nach Artikel 87 Abs. 3 EG-Vertrag prinzipiell zulässig. Das muss auch für die Eifel und den Nürburgring gelten. Wir sollten in Rheinland-Pfalz gemeinsam für diese Position kämpfen und diese mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gegenüber der EU-Kommission vertreten.“

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