Nachtflugverbot: Keine Ausnahme für Lufthansa

Nachtflugverbot in Frankfurt – 30 Zusatzflüge?

Mainz, 24.07.12. Zur Diskussion um ein „flexibleres Nachtflugverbot“ am Frankfurter Flughafen erklärt Michael Hartmann, SPD-MdB:

„Wenn Lufthansa und Fraport eine flexiblere Handhabung des Nachtflugverbotes einfordern, ist das aus ihrer Sicht zunächst einmal nachvollziehbar. Ansscheinend hat man aber vergessen, dass das Nachtflugverbot nicht bloßes Beiwerk, sondern Bedingung für den Ausbau war. Wer das Nachtflugverbot in Frage stellt, stellt auch den Ausbau in Frage.

Das sich Herr Kaden (Deutsche Flugsicherung) ebenfalls für eine flexiblere Handhabung ausspricht, ist ein erneuter Beleg für die mangelnde Unabhängigkeit der DFS. Die DFS hat den Luftverkehr nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben zu gestalten. Ihr Auftrag beinhaltet nicht nur die sichere und flüssige Abwicklung des Luftverkehrs, sondern auch den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm. Wegen der Nähe zur Wirtschaft scheint dieser Aspekt ihrer Arbeit aber regelmäßig zu kurz zu kommen.“

Ein Sprecher der Lufthansa hatte in der Mainzer Allgemeinen Zeitung gefordert, daß verspätete Flüge auch nach 23.00h starten dürften. Es wären im Maximalfall 30 -Flüge. Dies sei unerläßlich, da in der Vergangenheit 20.000 Passagiere am Flughafen festgesessen hätten. Bei gewittern oder internationalen Verspätungen seien Maschinen manchmal abflugbereit, müßten aber dann auf den Start verzichten, wenn 23.00h erreicht worden sei.

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