Bundesratsinitiative gegen Motorradlärm

Initiative gegen Lärm

Baden-Württemberg will Bundesrat gegen Motorradlärm mobilisieren

Mainz, 25.07.12. Mitglieder der bundesweiten Vernetzung Umwelt und Verkehr des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes begrüßen die Initiative der baden-württembergischen Landesregierung gegen Motorradlärm.

In einer Rundmail verweist ein Teilnehmer darauf, dass die Lärmspitzen des Motorradlärms die anderen Verkehrsteilnehmer übertönen. So seien insbesondere die neuen, leisen Benziner bei Motorradlärm nicht mehr zu hören, was die Straßenüberquerung an nicht blindengesicherten Stellen gefährlich mache.

Neben dem Motorradlärm sei auch der LKW-Lärm eine Gefahrenquelle. In Rheinhessen ist der Fluglärm, der oft sämtliche Umgebungsgeräusche übertönt, eine Gefährdungsquelle, im Mittelrheintal der Bahnlärm. Laute Kehrmaschienen und Baulärm verhindern ebenfalls, dass Blinde ihre Umwelt selbstständig erkennen können.

Lärm ist eine Gefahrenquelle für die Gesundheit, Statistiken beweisen, dass Menschen, die an lauten Verkehrsstraßen oder in Einflugschneisen von Flughäfen wohnen, vermehrt Herzinfarkte und Gehörschäden erleiden. Für blinde Menschen stellt dieser Lärm darüberhinaus eine Gefährdung im öffentlichen Raum dar.

Der Verein Partizipation hat sich schriftlich an den rheinland-pfälzischen Behindertenbeauftragten Ottmar Miles-Paul gewandt, um die Landesregierung zu bitten, sich der baden-württembergischen Anti-Motorradlärminitiative anzuschließen.

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