Preise steigen weiter

Preise

Verbraucherpreise im Juli 2 Prozent über dem Vorjahresmonat

Bad Ems, 27.07.12. Die Verbraucherpreise in Rheinland-Pfalz sind im Juli um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, liegt die Inflationsrate damit wie schon im Juni auf der geldpolitisch wichtigen Zwei-Prozent-Marke.

Haushaltsenergie verteuerte sich im Vergleich zum Juli 2011 um 5,3 Prozent, wobei die Preise für Strom um 2,9 Prozent, Gas um 7,5 Prozent und Heizöl um 4,4 Prozent stiegen. Kraftstoffe verteuerten sich um 3 Prozent. Die Preise für Superbenzin lagen 3,3 Prozent, die Preise für Diesel 2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Juli bei 1,7 Prozent gelegen.

Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken insgesamt (plus 3,3 Prozent) wurden unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. Während die Preise für Fleisch und Fleischwaren um 5,3 Prozent, die Preise für Fisch und Fischwaren sogar um 6,3 Prozent zulegten, gaben die Preise für Molkereiprodukte und Eier (minus 1,8 Prozent) sowie für Speisefette und -öle (minus 11 Prozent) nach. So war etwa Butter (minus 26,1 Prozent) deutlich günstiger als noch im Vorjahresmonat.

Erheblich verteuert hat sich hingegen Obst (plus 8,2 Prozent). Dies ist besonders auf die Preisentwicklung bei Zitrusfrüchten wie Grapefruits (plus 12,1 Prozent) und Zitronen (plus 17,5 Prozent), aber auch bei Birnen (plus 15,4 Prozent) zurückzuführen.

Veränderungen gegenüber Juni 2012

Im Vergleich zum Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex um 0,4 Prozent. Unverändert blieben die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren und im Bildungswesen. Überdurchschnittlich gestiegen sind in der Urlaubssaison die Preise in der Hauptgruppe Freizeit, Unterhaltung und Kultur (plus 3,6 Prozent) sowie für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (plus 2,9 Prozent). Nachgegeben haben die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (minus 1 Prozent) sowie für Bekleidung und Schuhe (minus 3 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autorin: Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Verdienste, Preise, Haushaltserhebungen)

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