Projektgruppe Digitalfunk im Finale

Projektgruppe Digitalfunk im Finale

Mainz, 30.07.12. Die Projektgruppe Digitalfunk Rheinland-Pfalz hat das Finale des „Deutschen Project Excellence Award 2012“ (DPEA) erreicht. Mit dieser Nominierung zeichnet der Nürnberger Fachverband GPM – Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement – herausragende Projektleistungen aus.

Die Projektgruppe Digitalfunk Rheinland-Pfalz hat einen eigenen Weg zur Einführung des digitalen Sprech- und Datenfunks für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Rheinland-Pfalz gewählt, der zwar etwas aufwändiger und schwieriger, dafür aber auch deutlich erfolgreicher ist. Belohnung für diese Vorgehensweise ist die Final-Teilnahme an der Award-Verleihung am 23. Oktober im Rahmen des Projekt-Management-Forums in Nürnberg.

„Die Finalteilnahme ist ein schöner Erfolg und ein wichtiges Signal zugleich“, bewertet Innenminister Roger Lewentz die Nominierung. „Dass sich die Projektgruppe Digitalfunk nicht aus langjährig projekterfahrenen Managern, sondern aus Praktikern der einzelnen BOS zusammensetzt, macht diese Auszeichnung umso wertvoller.“

Besonders freue er sich, dass die erste Auszeichnung eines Projekts der öffentlichen Hand ein Team aus seinem Verantwortungsbereich treffe, sagte der Minister.

Das dem Innenministerium zugeordnete, BOS-übergreifende Projektteam hatte gleich mehrere schwierige Aufgaben zu bewältigen: Es sollte nicht nur die für einen flächendeckenden BOS-Funk im Land erforderlichen Basisstationen planen, errichten oder ertüchtigen, sondern auch deren Anbindung an die regionalen Vermittlungsstellen sowie an die 15 BOS-Leitstellen im Bundesland realisieren. Zugleich galt es, die für den Digitalfunk erforderlichen Funkgeräte für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, immerhin rund 30.000 Stück, zu beschaffen und die zirka 90.000 haupt- und ehrenamtlichen Angehörigen der rheinland-pfälzischen BOS im Umgang mit der neuen Technik zu schulen. Die Projektgruppe konnte die landesweit 275 kommunalen Träger der Feuerwehren überzeugen, einen Rahmenvertrag zur gemeinsamen Beschaffung der Endgeräte zu unterzeichnen, wodurch der Einkauf der Technik für alle Abnehmer deutlich günstiger gestaltet werden konnte.

Finanzielle Einsparungen im Millionenbereich erbrachte zudem die Entwicklung eines so genannten „Konzentrators“ zur gebündelten Anbindung der Leitstellen über Draht. Die Entwicklung dieser technischen Komponente, die angesichts ihrer Kostenersparnis und ihrer vielfältigen Möglichkeiten inzwischen auch in anderen Bundesländern zum Einsatz kommt, ging auf die Idee eines Projektgruppenmitarbeiters zurück. Die damit verbundene Lösung unterscheidet sich grundlegend von der bisher üblichen Art der Anbindung der Leitstellen und ist dabei hoch belastbar.

Im Oktober wird sich in Nürnberg zeigen, wie die Arbeit der Projektgruppe Digitalfunk Rheinland-Pfalz von den Assessoren der GPM im Vergleich zu den übrigen drei Finalisten bewertet wird. Doch die Finalteilnahme allein ist schon eine beachtliche Auszeichnung. Schließlich mussten in dem mehrstufigen Verfahren schon eine Menge Hürden genommen werden. Zunächst wurde eine Projektbeschreibung eingereicht, der sich eine umfassende Projektpräsentation anschloss. In einem tiefgehenden Prüfungsaudit vor Ort sichteten die GPM-Assessoren die Teilkonzepte und Dokumente eingehend und führten auch Interviews mit dem Auftraggeber, Stakeholdern, Mitarbeitern der Projektgruppe und BOS-Angehörigen.

Finalisten in Nürnberg sind am 23. Oktober neben der Projektgruppe Digitalfunk Rheinland-Pfalz das Großprojekt „Herkules-Integration“ der Bundeswehr Informationstechnik (BWI) in Meckenheim, das Projekt „Planungs- und Projektmanagementleistungen für den Neubau von Energiezentralen eines Großflughafens“ der iwb Ingenieurgesellschaft Hamburg und das Projekt „Neubau Hallenbad Bambados“ der Stadtwerke Bamberg.

Mit dem „Deutschen Project Excellence Award“ zeichnet die GPM seit 1997 jährlich die bundesweit besten Projektteams aus. Award-Bewerber legen ihr Projektmanagement-System dar und stellen sich einem umfangreichen Bewertungsverfahren. Die Projekte werden nach neun Kriterien bewertet: von Zielsetzung über Prozesse und Führung bis zur Zufriedenheit der Interessensgruppen eines Projekts. Der Wettbewerb würdigt herausragende Projekte in Deutschland oder von deutschen Firmen. Er gibt Projektmanagern die Gelegenheit, ihre erfolgreiche Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und fördert damit das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines professionellen Projektmanagements.

Die 1979 gegründete, in Nürnberg ansässige GPM – Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement – ist der führende Fachverband für Projektmanagement in Deutschland. Mit zirka 6.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft, der Hochschulen und der „öffentlichen Hand“ ist die GPM das größte Netzwerk von Projektmanagement-Experten auf dem europäischen Kontinent.

Weitere Informationen zur Projektgruppe Digitalfunk finden sie unter www.digitalfunk-rlp.de. Die GPM stellt sich unter www.gpm-ipma.de vor.

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