Konjunktur robust – Mehr Aufträge als im Juni

Konjunktur aktuell

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe im Juni 2012

Bad Ems, 03.08.12. Die rheinland-pfälzische Industrie hat im Juni 10,6 Prozent mehr Aufträge erhalten als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Berechnungen mit. Während sich die Inlandsnachfrage verschlechterte (minus 2 Prozent), gab es eine kräftige Erhöhung der Auslandsnachfrage (plus 20,3 Prozent). Die Produktion stieg im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent.

Auftragseingänge höher als im Vorjahresmonat

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Auftragslage in der rheinland-pfälzischen Industrie im Juni 2012 verbessert. Im Vergleich zum Juni 2011 stiegen die Bestellungen preisbereinigt um 10,6 Prozent, nachdem die Nachfrage sich im Mai 2012 um 1,9 Prozent erhöht hatte. Der Anstieg der Auslandsnachfrage (plus 20,3 Prozent) reichte aus, um den Rückgang der Auftragseingänge aus dem Inland (minus 2 Prozent) zu kompensieren.

Zwei der vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie wiesen im Juni mehr Bestellungen auf. Den stärksten Zuwachs gab es im Fahrzeugbau (plus 46,1 Prozent). In der chemischen Industrie verbesserte sich die Auftragslage ebenfalls (plus 3,7 Prozent). Dagegen registrierten der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 6,4 Prozent) und der Maschinenbau (minus 5 Prozent) weniger Bestellungen.

Gegenüber Mai 2012 verringerten sich die Auftragseingänge um 2,3 Prozent. Im Mai wurde noch eine Verbesserung der Auftragslage um 5,7 Prozent registriert. Die Inlandsnachfrage ging um 3,3 Prozent zurück und bei den Bestellungen aus dem Ausland gab es ein Minus von 1,6 Prozent. Im stabileren Zweimonatsvergleich (Mai/Juni gegenüber März/April) ergab sich ein Rückgang des Ordervolumens von 1,7 Prozent.

Alle vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie registrierten gegenüber Mai einen Auftragsrückgang. Die Verschlechterung fiel im Maschinenbau mit 7,5 Prozent am höchsten aus, gefolgt vom Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 5,7 Prozent), der chemischen Industrie (minus 5,3 Prozent) und dem Fahrzeugbau (minus 0,2 Prozent).

Produktion steigt im Vorjahresvergleich

Gegenüber dem Vorjahr stieg der Güterausstoß in der rheinland-pfälzischen Industrie im Juni 2012. Der Produktionsindex erhöhte sich im Vergleich zum Juni 2011 preisbereinigt um 5,4 Prozent, nachdem er im Mai 2012 um 5,2 Prozent gesunken war. Der Produktionsindex misst die monatliche Produktionsleistung der Industrie und gilt als wichtiger und aktueller Indikator für die konjunkturelle Entwicklung.

Der Zuwachs wurde durch die Erhöhung der Produktion in allen vier großen Branchen verursacht. Im Fahrzeugbau stieg die Produktion um 19,6 Prozent und im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« um 15,2 Prozent. Im Maschinenbau (plus 1,4 Prozent) und in der chemischen Industrie (plus 1,2 Prozent) erhöhte sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr ebenfalls.

Im Vormonatsvergleich verbesserte sich die Industrieproduktion im Juni 2012 um 0,7 Prozent, nachdem sie im Mai noch um 2 Prozent gestiegen war. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich (Mai/Juni gegenüber März/April) kam es zu einer Erhöhung der Produktionsleistung um 0,1 Prozent.

Von den vier großen Branchen des Landes verzeichneten der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 12,8 Prozent) und der Maschinenbau (plus 5,9 Prozent) eine Produktionssteigerung. Der Fahrzeugbau (minus 2,1 Prozent) sowie die chemische Industrie (minus 2,1 Prozent) meldeten dagegen eine geringere Produktion als im Vormonat.

Hinweis: Aufgrund nachträglicher korrigierter Datenmeldungen durch Berichtsbetriebe musste eine Neuberechnung der Indizes für die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden erfolgen. Die aktualisierten Ergebnisse der Indizes und damit auch die der Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahres- bzw. dem Vormonat können daher von den zuletzt veröffentlichten Ergebnissen abweichen.

Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellt auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Endgültige Ergebnisse zu den Auftragseingängen und der Produktion werden etwa drei bis vier Wochen nach den vorläufigen Daten veröffentlicht.

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