Staatsbegräbnis in Trier

Staatsbegräbnis Ministerpräsident a.D. Carl-Ludwig Wagner

Beck: Mit seinem Lebenswerk um Rheinland-Pfalz verdient gemacht

Trier, 03.08.12. „Dr. Carl-Ludwig Wagner hat sich mit seinem gesamten Lebenswerk um das Land Rheinland-Pfalz in außerordentlichem Maße verdient gemacht. Die Souveränität, die ihn auszeichnete, bezog er aus der Einsicht, dass Fairness im Umgang miteinander und Respekt vor der Meinung anderer ohne Alternative in einer demokratisch verfassten, pluralistischen Gesellschaft sind.“ Dies sagte Ministerpräsident Kurt Beck heute beim Staatsbegräbnis für den verstorbenen ehemaligen Ministerpräsidenten, der von 1988 bis 1991 rheinland-pfälzischer Regierungschef war.

Etwa 1.000 geladene Trauergäste und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren in die Trierer Basilika St. Matthias gekommen, in der zuvor Pfarrer Hermann Josef Reckenthäler mit Weihbischof Robert Brahm und dem ehemaligen Abt Präses Ansgar Schmidt das Requiem zelebrierten. Unter den Trauergästen waren als Vertreterin der Bundeskanzlerin Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner und der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen sowie zahlreiche ehemalige und heutige Parlaments- und Regierungsmitglieder.

Carl-Ludwig Wagner habe in vielen Funktionen hohe und höchste Verantwortung übernommen. „Sein Wirken gründete auf einem festen Fundament an Werten. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit Integrität, Solidität – diese Eigenschaften stehen in besonderer Weise für ihn“, betonte Ministerpräsident Beck. Er würdigte den Verstorbenen als Politiker, der „von hohem Engagement, Ideenreichtum und großer Entschlusskraft getragen wurde“. Beck erinnerte an das Wirken des früheren Ministerpräsidenten in einer Phase des politischen Umbruchs in Deutschland und Europa. Mit seinem Namen seien zahlreiche wichtige Entscheidungen und Entwicklungen verbunden. Beispielhaft nannte Kurt Beck die Akzentsetzung auf familienfreundliche Politik, die Einführung der Direktwahl der Oberbürgermeister und Landräte, die Stärkung und der Ausbau der Vertretung des Landes in Brüssel sowie die Gründung der Partnerschaft mit Thüringen nach der ‚Wende’. „Dr. Wagner war einer der ersten maßgeblichen Politiker, der sich für den Nationalfeiertag am 3. Oktober ausgesprochen hat“, sagte Beck. Auf Wagner gehe zudem die im Mai 1989 vereinbarte internationale Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und der chinesischen Provinz Fujian auf den Gebieten der Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Technologie zurück.

Ministerpräsident Kurt Beck: „Unser Land Rheinland-Pfalz, seine Gemeinden, unsere Gesellschaft insgesamt – sie alle leben vom Engagement ihrer Bürger. Sie leben vom Engagement von Menschen wie Carl-Ludwig Wagner. Ein Mann des Ausgleichs, der mit leisen Tönen zu überzeugen wusste. Der zeigte, dass Menschlichkeit, gepaart mit sozialer Verantwortung, schlussendlich doch der überzeugendste Weg politischen Wirkens ist. Sein eigener Weg ist nun zu Ende gegangen. Es ist der Weg eines Mannes, der hohe Wertschätzung über Parteigrenzen und weit in die Bevölkerung hinein genießen durfte. Beispiel gebend, Mut machend, wegweisend, so will ich sein verdienstvolles Lebenswerk zusammenfassen.“ Der Familie und den Angehörigen wünschte der Ministerpräsident Kraft und Zuversicht in dem Wissen, dass das Werk von Dr. Carl-Ludwig Wagner fortbestehe. Kurt Beck: „Das Land Rheinland-Pfalz, dem er Zeit seines Lebens so viel gegeben hat, bleibt ihm dauerhaft zu großem Dank verpflichtet.“

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