Unterrichtsversorgung

Lehrerverbände aus Ferien zurück

Mainz, 08.08.12. Im Vergleich zu den Vorjahren begann dieses Jahr die Diskussion um die Unterrichtsversorgung in Rheinland-Pfalz relativ spät.

Nun meldeten sich die GEW und der Philologenverband doch noch eine halbe Woche vor Schuljahresbeginn und beklagten die angeblich mangelhafte Unterrichtsversorgung. Staatssekretärin Vera Reiß weist in einer Stellungnahme die Vorwürfe entschieden zurück:

„Eine gute Unterrichtsversorgung sicherzustellen – das war, ist und bleibt eines der obersten Ziele der Landesregierung. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist dies auch für das Schuljahr 2012/2013 gelungen.“ Das stellte die Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Vera Reiß, in Reaktion auf heute veröffentlichte Prognosen von GEW und Philologenverband fest. „Es zeichnet sich ab, dass insbesondere die Unterrichtsversorgung an Gymnasien spürbar verbessert werden konnte. Dies war auch ein wichtiges Ziel für das bevorstehende Schuljahr, nachdem deren Versorgungsgrad zuletzt unter dem Durchschnittswert aller allgemeinbildenden Schulen gelegen hatte“, sagte Vera Reiß.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass die GEW mit Blick auf die Grundschulen die Vorteile von kleineren Klassen für die bessere individuelle Förderung offensichtlich nicht zur Kenntnis nehme. Mit der maximalen Klassengröße von 24 Schülerinnen und Schülern, die zum kommenden Schuljahr in den ersten beiden Klassenstufen gelte, habe Rheinland-Pfalz die bundesweit besten pädagogischen Bedingungen. An vielen Grundschulen führe dies zu Klassengrößen von 12 und 13 Kindern.

Der Stufenplan zur Verkleinerung der Klassengrößen, der in den Folgejahren auch Absenkungen der maximalen Klassengrößen in den Orientierungsstufen von Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen vorsehe und allein in den Grundschulen fast 900 zusätzliche Stellen erfordere, sei ein großer finanzieller Kraftakt, der die individuelle Förderung deutlich verbessere. Zu angemeldeten Zweifeln hinsichtlich der Vertretungslehrkräfte sagte Vera Reiß: „Es ist sichergestellt, dass die Schulaufsicht ausreichende Mittel hat, um den längerfristigen Vertretungsbedarf in den Schulen zu decken.“

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