Beschäftigung an Hochschulen wächst

Hochschulen

Mehr Beschäftigte aber nur Wenige Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen

Bad Ems, 11.08.12. Die 19 rheinland-pfälzischen Hochschulen sowie die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beschäftigten zum Jahresende 2011 insgesamt 23.980 Personen. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in Bad Ems mitteilt, waren das 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr (plus 822 Personen).

Insgesamt 11.140 Personen arbeiteten in den Bereichen Verwaltung, Technik und Sonstiges, darunter 7.785 Frauen (69,9 Prozent). Im wissenschaftlich-künstlerischen Bereich waren 12.840 Personen beschäftigt. Der Frauenanteil in dieser Beschäftigtengruppe lag bei 37,4 Prozent.

Trotz proportionalen Anteils an den Studierenden (50,1 Prozent) sind Frauen in den wissenschaftlichen Spitzenpositionen noch immer unterrepräsentiert. Am geringsten war ihr Anteil mit 18,5 Prozent bei den Professoren, am höchsten bei den Lehrkräften für besondere Aufgaben (47,9 Prozent) und bei den wissenschaftlichen Hilfskräften (43,7 Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2006 hat der Frauenanteil in fast allen Beschäftigungsgruppen zugenommen. Als faktisches Gleichstellungsintrument erwies sich auch die 2002 eingeführte Juniorprofessur. Diese eröffnet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen Weg zur Professur, ohne hierfür eine Habilitation vorauszusetzen. Im Jahr 2011 waren 36,3 Prozent der Juniorprofessuren mit Frauen besetzt.

Die Arbeitszeit der wissenschaftlichen und künstlerischen Beschäftigten entsprach im Jahr 2011 zusammen 7.661 Vollzeitäquivalenten. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg von 2,8 Prozent, gegenüber dem Jahr 2006 sogar von 23,9 Prozent.

Weitere Informationen zum Hochschulpersonal finden Sie unter www.statistik.rlp.de u.a. im Statistischen Bericht »Personal und Personalstellen an Hochschulen sowie Neuhabilitierte 2010« ( PDF-Datei, 646 KB).

Die Zahlen stammen aus der Personalerhebung 2011. Diese Daten werden von den Hochschulen und von der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz jährlich an das Statistische Landesamt gemeldet.

Autorin: Bettina Link (Referat Bildung)

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