Ulrike Höfken erradelt Ahrtal

„Natürlich Vielfalt!“ – Sommertour 2012

Ministerin Höfken radelt an der Ahr: „Gelungene Verbindung von Wasser und Wein“

Mainz, 21.08.12. Vom Rotwein-Winzer bis zum Lachs radelte Umweltministerin Ulrike Höfken am Dienstag im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour „Natürlich Vielfalt!“ durch das Ahrtal. Die Vielfalt des Wassers und des Weins stand im Mittelpunkt der rund 25 Kilometer langen Tour von Mayschoss bis zur Ahr-Mündung in den Rhein:

„Wasser und Wein bilden hier an der Ahr eine gelungene Verbindung. Das Wasser prägt seit Jahrtausenden die Landschaft. Der Weinbau ist ein wesentliches Merkmal dieser einmaligen Kulturlandschaft zwischen Eifel und Rhein“, sagte Höfken. Um die Landschaft und ihre lebendige Vielfalt zu erhalten, werde sich die Landesregierung weiter für die Renaturierung der Ahr sowie den Erhalt der Steillagen einsetzen.

Das Weinanbaugebiet Ahr umfasst 556 Hektar und ist das wichtigste Rotweinanbaugebiet in Rheinland-Pfalz: 85 Prozent der Rebfläche ist mit roten Sorten bestockt, die teils an eindrucksvollen Steillagen wachsen. Inmitten der historischen Weinbergterrassen machte Ministerin Höfken Station an der Weinmanufaktur in Walporzheim, wo sie mit örtlichen Winzern über den Erhalt der Steillagen diskutierte. „Diese wunderbare Kulturlandschaft wäre existentiell bedroht, wenn die EU wie geplant das Pflanzrechtesystem im Weinbau abschafft. Deshalb setze ich mich beim Bund und in Brüssel mit aller Kraft für den Beibehalt des Anbaustopps für Reben ein“, so die Ministerin. Sie bedauere sehr, dass das EU-LIFE-Projekt zum Erhalt der Weinbergsmauern nicht bewilligt wurde. Nun müsse man sich erneut an einen Tisch setzen, um gemeinsame Lösungen zu finden.

Neben dem Wein war die Durchgängigkeit der Ahr für Fische und andere Tiere Thema der Umweltministerin: Insgesamt sind im Flussverlauf seit den 1990er Jahren 48 Wehre und andere Querbauwerke (von insgesamt 50) entsprechend umgebaut worden. In Bad Neuenahr besichtigte Höfken von der Kurgartenbrücke aus die gelungene innerstädtische Renaturierung des Flusses. Weiter ging’s nach Heimersheim und Bodendorf, wo ein weiteres Renaturierungsprojekt ansteht. Ziel der Tour war das idyllische Naturschutzgebiet am Mündungsdelta in den Rhein: „Hier kann die Ahr wieder frei fließen und sich selbst ihren Weg suchen“, so Ministerin Höfken. „Dass sich unsere Anstrengungen lohnen, zeigt vor allem die Rückkehr des Lachses sehr eindrucksvoll.“

Höfken wies zudem darauf hin, dass nach dreieinhalbjähriger Planung das Naturschutzgroßprojekt „Obere Ahr/Hocheifel“ vor wenigen Tagen in die Umsetzungsphase starten konnte. „Ehrgeiziges Ziel dieses Vorhabens sind naturnaher Fluss- und Bachlandschaften in der ganzen Verbandsgemeinde Adenau“, erklärte die Ministerin. Bund, Land und Kommune würden dazu gemeinsam knapp acht Millionen Euro in die naturnahe Entwicklung der Gewässer, der Aue und des angrenzenden Umlandes investieren.

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