Opel: Kurzarbeit in Kaiserslautern und Rüsselsheim

Mainz, 23.08.12. Heute wird 150 Jahre Opel gefeiert. Zugleich wurde die Einigung auf Kurzarbeit in den Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern bekanntgegeben. In Rüsselsheim  betrifft dies 6.850 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung, in Kaiserslautern müssen 2.500 Mitarbeiter kurzarbeiten.

Ab dem 06.09. müssen diese Mitarbeiter bis zum Jahresende an insgesamt 20 Tagen pausieren. Springt die Binnenkonjunktur in den südeuropäischen EU-Staaten nicht wieder an, dürfte die Kurzarbeit verlängert werden oder doch in Entlassungen übergehen. Die Absatzkrise bei Opel trotz zweier „Auto des Jahres“ hintereinander ist Folge der von der Mutter GM erzwungenen Beschränkung auf Europa.

Ford in Köln ist bereits in Kurzarbeit und die Stahlwerke Thyssen/Krupp arbeiten bereits kurz. Fiat in Italien und Peugeot/Citroen in Frankreich haben ebenfalls Absatzprobleme. Fiat profitiert derzeit von der hochrentablen Tochter Chrysler in den USA. Chrysler passt offenbar besser zu Fiat als zu Mercedes. Peugeot/Citroen hat eine Zusammenarbeit mit der Opel-Mutter General Motors vereinbart.

Profitabel sind noch diejenigen Automarken, die global verkauft werden. Opel und Ford sind von ihren Müttern in den USA gehalten, ausschließlich in Europa zu verkaufen. Peugeot/Citroen exportiert außerhalb Europas vor allem in die ehemaligen französischen Kolonien. Für eine globale Ausweitung fehlt dem französischen Unternehmen das Geld. Die schwächelnden europäischen Autobauer werfen Volkswagen vor, mit massiven Rabattaktionen ihnen Kunden abspenstig zu machen.

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