75 Jahre Vogelschutzwarte

Naturschutz

Vogelschutzwarte: 75 Jahre Wissen über Vögel

Mainz, 01.09.12. „Die staatliche Vogelschutzwarte ist eine unentbehrliche Quelle des Wissens über Vögel“, würdigte der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Thomas Griese heute die Vogelschutzwarte in Frankfurt anlässlich ihres 75-jährigen Jubiläums. „Naturschutz braucht naturwissenschaftliche Exzellenz. Die Vogelschutzwarte ist einer der Garanten dafür“, stellte Griese heraus. Es sei die besondere Leistung der Institution, gleichermaßen Anlaufstelle für Wissenschaftler wie für Vogelschützer oder Interessierte zu sein. So begreife sich die Vogelschutzwarte als Institution „für Vögel und Menschen“. Immer mehr Menschen wollen naturnahes Erleben, kundige Empfehlung und Rat. Der Vogelschutz könne eine Brücke sein, um Menschen für Naturschutzthemen zu begeistern, so Griese.

Seit 1973 betreiben die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland zusammen mit der Stadt Frankfurt die gemeinsame Vogelschutzwarte. Die langjährige Zusammenarbeit habe sich bewährt und sei beispielhaft für den Natur- und Artenschutz über Landesgrenzen hinweg, betonte der Staatssekretär. Die Landesregierung habe im Naturschutz eine Reihe von Schwerpunkten gesetzt, die von Bedeutung für den Vogelschutz seien. Dazu gehöre die Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie. Dem Artenrückgang und der Bedrohung von Lebensräumen solle durch Programme beispielsweise zum Schutz und zur Wiederansiedlung bedrohter Arten entgegengewirkt werden.

Die Ausweisung eines Nationalparks in Rheinland-Pfalz sei ein wichtiges Instrument der Landesregierung zur Sicherung des Artenreichtums im Land. „Wir sind bereits auf dem Weg, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Kommunen eine geeignete Region zu finden und den Nationalpark zu gestalten“, so der Staatssekretär. Die aktuelle Entwicklung lasse sogar auf die Einrichtung eines bundesländerüberschreitenden Parks hoffen.

Ein weiterer Schwerpunkt sei der Erhalt und die Sicherung der rheinland-pfälzischen Natura-2000-Gebiete auf. Bis zum Ende der Legislaturperiode wolle man für alle Natura-2000-Gebiete Bewirtschaftungspläne erstellen und zur Grundlage der Bewirtschaftung machen, führte der Staatssekretär an.

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