B51 viersprurig statt A1-Lückenschluss

A1-Lücke über B 51 schließen

Mainz, 06.09.12. Ein interessanter Vorschlag kommt zur A1:

Landesvorstandssprecherin Britta Steck und Karl-Wilhelm Koch, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Verkehr zum so genannten Lückenschluss der A1 und einem Mobilitätskonzept für die Eifel:

„Die Mobilität der Menschen muss in der Eifel dauerhaft gesichert und in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Eine vorschnelle Festlegung auf ein weiteres Großprojekt, wie der so genannte Lückenschluss der  A1 darstellen würde, ohne die genaue Prüfung der vorhandenen Netzstrukturen und eine mögliche Ausbaufähigkeit, halten wir, auch angesichts der enormen Kosten, für fahrlässig.

Derzeit werden die Varianten zu einem Lückenschluss der A1 parallel mit einer Nullvariantenuntersuchung naturschutzfachrechtlich geprüft. Die vom Landesbetrieb für Mobilität bevorzugten Varianten sehen wir GRÜNE nicht nur unter naturschutzfachlichen Aspekten sehr kritisch. Deshalb ist unser Vorschlag, die 3-spurige B51 um eine Spur zu erweitern, nach wie vor die vertretbarste Lösung. Zudem würde diese Maßnahme – im Vergleich zu einer Autobahn –  auch in Hinsicht auf Bau und Unterhaltung die kostengünstigste sein. Betroffene Ortschaften wären außerdem nicht durch einen Neubau belastet“, so Landesvorstandssprecherin Britta Steck.

Ein Ende der Beton-Verkehrspolitik ist auch für den Sprecher der GRÜNEN Landesarbeitsgemeinschaft Verkehr, Karl-Wilhelm Koch, überfällig: „Die Frage der regionalen Erzeugung und Vermarktung von Produkten und die Frage der Mobilität müssen neu überdacht und endlich auf eine zukunftssichernde Basis gestellt werden: Überfällig ist ein Konzept der kurzen Wege und die Stärkung des ÖPNV. Große Teile des heutigen und des kommenden Verkehrs entstehen durch falsche Planung, nicht mehr aktuelle Datenerhebungen und unnötige Transporte. Stattdessen wird jedoch der naturzerstörende Ausbau oder Neubau von Fernstraßen als einzige Lösung verkauft. Dabei ließe sich mit den hier eingesetzten Geldmitteln ein Mehrfaches an Verkehrsvermeidung schaffen“ ergänzt Karl-Wilhelm Koch die grundlegende Position der Landesarbeitsgemeinschaft.

Um die Hintergründe aufzuzeigen, Meinungen zu hören, Ideen zu sammeln und zu diskutieren lädt der Kreisverband Vulkaneifel von Bündnis90/Die Grünen ganz herzlich zu einer Podiumsdiskussion ein:

Bündnis 90/Die Grünen KV Vulkaneifel – Podiumsdiskussion: „Verkehr und Mobilität in der Vulkaneifel – Brauchen wir die Autobahn A1?“ am Montag 10.09.2012 um 18:30 Uhr in der Lehwaldhalle in Darscheid.

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