Fluglärm keine „Kopfsache“

Fluglärm

Hering/Schmitt: Äußerungen von Fraport-Chef Schulte nicht hinnehmbar

Mainz, 07.09.12. Hendrik Hering, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, und die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Astrid Schmitt, kritisieren die Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG, Stefan Schulte:

„Die Behauptung von Herrn Schulte, Lärm sei größtenteils Kopfsache, stößt die Menschen in der Region sprichwörtlich vor den Kopf. Es geht nicht darum, wie viel Lärm objektiv wirklich schädlich ist, sondern darum, dass das derzeit erreichte Niveau an Belastungen für die Menschen, nicht zuletzt auch aus gesundheitlichen Gründen, nicht hinnehmbar ist. Daher wehren sich die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Main-Gebietes zu Recht massiv gegen die Einschränkungen ihrer Lebensqualität. Es ist mehr als verwunderlich, wenn der Chef des größten Flughafenbetreibers in Deutschland die Verantwortung für die Fluglärmproblematik von sich wegschiebt. Die Lobbyarbeit von Fraport, Lufthansa und auch DFS in den letzten Jahren sprachen eindeutig eine andere Sprache.“

„Von einem Geben und Nehmen in Bezug auf das Nachtflugverbot kann angesichts von zahlreichen planmäßigen Starts und Landungen in den Flugplänen zu den besonders umstrittenen Randzeiten nicht gesprochen werden“, so die SPD-Politiker. Sie verwiesen weiterhin auf den Ansatz, gerade auch im Frachtbereich den verkehrlich gut erschlossenen Flughafen Hahn zur Entlastung der Rhein-Main-Region vom ausufernden Fluglärm heranzuziehen.

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