Aigner gegen gesetzliche Regelung gegen hohe Dispozinsen

Dispozinsen

Hartloff enttäuscht über die Haltung von Bundesministerin Ilse Aigner und der CDU-geführten Bundesländer

Mainz, 14.09.12. Justiz- und Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff zeigte sich heute auf der 8. Verbraucherschutzministerkonferenz enttäuscht über die Haltung der CDU-geführten Bundesländer und von Bundesministerin Ilse Aigner zum Thema Dispositionszinsen.

„Hohe Dispo- und Überziehungszinssätze sind für viele Menschen ein wichtiges und für manche sogar auch ein existentielles Problem. Immer noch sind Dispozinsen, wie bereits viele Untersuchungen zeigen, unverhältnismäßig hoch. Das Missverhältnis zwischen den Kosten zu den sich die Banken das Geld besorgen können und den meisten Dispositionszinsen ist beträchtlich. Das ist Missbrauch der Marktmacht.

Rheinland-Pfalz hat sich dafür eingesetzt, das man bei diesem Punkt zu einer einvernehmlichen Auffassung kommt, dass hierzu eine gesetzliche Regelung für eine Deckelung der Dispozinsen notwendig ist. Gerade einkommensschwache Haushalte müssen immer wieder Dispo- oder Überziehungskredite in Anspruch nehmen. Für diese Gruppe ist dies zumeist alternativlos und führt im schlimmsten Fall dazu, dass unseriöse Kreditvermittler mit rosigen Versprechungen Kredite vermitteln. Diesen Argumenten haben sich die Bundesregierung und die CDU-geführten Bundesländer verschlossen. Das ist schade und grob fahrlässig“, bekräftigte der Minister und ALänder Koordinator.

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